Ich muss mich auch mal wieder zu Wort melden, damit ihr auch alle wisst, dass es mich noch gibt. Wie toll ich mich entwickle erfahrt ihr ja immer von meinem Papa. Aber nun muss ich euch selbst mal ein paar Dinge erzählen:
Ja, ich hatte Spaß beim Rodeln. Des öfteren werden meine Eltern gefragt, wer mehr Spaß hatte, ich oder Mama und Papa. Und da kann ich jetzt nur sagen, dass es mir auch super gefallen hat. Ich war halt nur etwas müde und musste danach auch im Schlitten noch etwas Schlafen. Deshalb sieht das wahrscheinlich so aus als ob ich weniger Spaß hatte, aber das stimmt so nicht.
Ja, den rohen Blumenkohl und die Karotte hab ich lecker gefunden und von ganz allein weggeschnurpselt. Ich esse ja auch Eisbergsalat für mein junges Leben gern. Da schauen auch immer die Leute komisch, wenn ich mit einem Blatt davon in meinem Stuhl sitze und den wegmampfe. Aber ist halt so - mir schmeckt das.
Und nun muss ich euch erzählen, was am Mittwoch endlich aus dem Keller geholt worden ist: ein, nein mein Bobbycar. Ich war ja wieder bei meinen Freundinnen beim Babytreffen und Lilly hat auch eins. Da hab ich mich halt mal raufgeschwungen und dann ging es ab durch die Bude dort. Und dabei hatte ich erstmal Spaß, sag ich euch. Also haben meine Eltern beschlossen, meins auch mal hoch zu holen und ich durfte es einweihen. Wenn ich angeschoben werde, ist das alles natürlich noch viel toller. Komme ja mit meinen kleinen kurzen Beinchen noch nicht so weit runter. Aber das ist der Hit. Später will ich auch mal Porsche fahren und der muss auch nicht so schön blau sein wie mein Bobbycar, also Oma, Ota und Opas, fangt schon mal das Sparen an.
Nun ist Isabel fast ein Jahr alt und wir merken, dass jetzt auch andere Dinge, die nicht mit essen und schlafen zu tun haben, mehr und mehr in den Vordergrund rücken. So haben wir uns nun einen Schlitten organisiert. Eigentlich wollten wir ja einen kaufen, aber irgendwie sind diesen Winter die Schlitten alle ausverkauft - egal ob im Baumarkt oder im Internet. Jedenfalls hat Eike super nette Kollegen, dei uns gern behilflich waren. So haben wir jetzt einen Schlitten und eine Schlittenlehne, wo wir unser Kind reinverfrachten können. Also kurz gesagt, am Wochenende wurde die Lehne an den Schlitten montiert, der Fusssack aus dem Kinderwagen wurde in den Schlitten gelegt und nun nur noch das Kind dick anziehen und in den Fusssack in den Schlitten setzten und ab zum Kinderrodelberg. Direkt an der Straße vorn ist ein Berg aufgeschüttet, der für so kleine Wichte wie Isabel einer ist, perfekt ist. Soll heißen, er ist knapp zwei Meter hoch und nicht zu steil. Wir also nun mit Kind und Schlitten Richtung "Rodelbergchen" und dann hieß es immer Berg rauf und runter rodeln. Und natürlich gibt es wieder nette Fotos zu bewundern von unserer ersten Rodelpartie als Familie.
Vor einer Woche habe ich noch in Delft gesessen und mir gedacht, wie komisch es doch ist einfach mal ein Buch zu lesen. Man musste nicht immer wieder schauen was die Kleine macht oder aufpassen wenn Sie wieder Richtung Benjamin krabbelt. Einerseits ein schönes Gefühl entspannt auf der Couch zu liegen auf der anderen Seite fehlt einem ein großer Teil. Heute nun ein Woche später ist alles wieder wie ich es gewohnt bin. Ich laufe Isabel hinterher wechsel Windeln und bereite das Essen vor. Natürlich hilft Isabel fleißig bei den Vorbereitungen für das Abendessen. Sie macht zwar nur den Vorkoster und testet ob die Möhren und der Blumenkohl wirklich schmackhaft sind aber sie nimmt den Job sehr ernst.
Aber nach fast zwei Wochen Abstinenz fällt einem auch erst richtig auf, wie schnell sich die Kleinen entwickeln. So war ich ganz erstaunt, dass Isabel nun nicht mehr nur alles ausräumt sondern auch verschiedene Sachen wieder einräumt. So räumt sie liebend gern ihre Quietscheenten von der einen Holzdose in die andere und wieder zurück. So dachten wir uns, dass die Motorikschleife, die Isabel zu Weihnachten bekommen hatte, nun genau richtig wäre und so ist es auch. Nun werden fleißig die Holzobjekte der Motorikschleife hin und hergeschoben. Auch das Laufen an zwei Händen wird immer besser und manchmal wird auch nur an einer Hand gelaufen aber bis sie alleine läuft wird es wohl trotzdem noch eine Weile dauern.
Heute waren wir bei der U6, die bis zum ersten Geburtstag des Kindes durchgeführt werden muss. Und auch wir haben sie hinter uns gebracht, ziemlich laut und anstrengend. Nachdem wir dort angekommen sind, und Isabel schon im Wartezimmer die ganzen lustigen bunten Bilder betrachtet hat, durften wir nach 10 Minuten endlich rein. Unser Kinderarzt hat ja drei Behandlungszimmer, die alle voll gepackt sind mit Spielzeug und somit die Kinder auch immer was zu schauen haben. Wir also ins Zimmer Nummer 2 rein, Isabel auf die Bare gelegt und angefangen auszuziehen. Bis dahin war ja alles noch gut, aber dann kam die Schwester und wollte Größe, Kopfumfang und Gewicht ermitteln. Kaum war das Massband um den Kopf gelegt, wurde erstmal skeptisch geschaut und dann sollte sich Isabel hinstellen, damit die Körpergröße gemessen werden konnte - und dann ging's los. Geschrei über Geschrei, Geheule, Geweine und noch mehr Geschrei. Dann waren die Werte ermittelt und der Dr. Duldner kam herein und das Geschrei ging weiter. Vielleicht hat sich Isabel erinnert, dass das der böse Mann ist, der immer die Nadeln in ihre Oberschenkel sticht. Wie auch immer, die ganze Zeit wurde geweint und gejammert. Dennoch lies sich der Dr. nicht beirren und erzählte und untersuchte und beantwortete mir meine Fragen. Dann noch schnell die zwei Nadeln rausgeholt um die MMR-Impfung (Masern, Mumps und Röteln) und die Varizellen-Impfung (Windpocken) vorzunehmen und damit war es vorbei, ich konnte die Maus anziehen und wir gingen davon. Aber nicht, ohne einen neuen Termin in 4 Wochen für die nächste Impfung mitzubekommen. In diesem Sinne kann ich nur sagen: Lieber Gott, gib mir Kraft und taube Ohren.
Und bevor ich es vergesse:
Isabel ist jetzt 9.020 Gramm schwer, 77 cm groß und hat einen Kopfumfang von 45 cm
... sind wir jetzt. Mama und ich sind zu hause geblieben, während Papa nach Holland geflogen ist, um zu arbeiten. Bis jetzt hab ich das auch noch nicht so gemerkt, ist ja erst kurze Zeit her. Aber damit ich mich dennoch wohl fühle, steige ich neuerdings ganz gern in meine Spielkiste rein. Dann muss ich mich nicht so abmühen, wenn ich alles Spielzeug rausholen will, sonders spiele einfach in der Kiste. Und weil ich ja pfiffig bin, komme ich auch allein rein und wieder raus.
Nun melde ich mich auch mal wieder zu Wort. Meine Mama hatte ja bereits vor einiger Zeit versprochen, dass es noch ein Video von mir geben wird, wie ich meinen Nougatzapfen genußvoll verspeise. Da ich gestern gleich mal die neu gekauften Pflaumen ausgepackt und noch am Boden verspeist habe, habe ich mich erinnert, dass ich euch meine Nougatsession zeigen wollte. Ich hab mir Mühe gegeben und meine besten Tischmanieren an den Tag gelegt, nur um euch zu gefallen. Wehe einer sagt, ich sehe aus wie ein Schwein, dass tue ich nicht. Diejenigen, die sowas sagen, haben ja keine Ahnung, wie man etwas wirklich genießt.