Seit einigen Tagen geht das nun schon so; tagsüber wird brav geschlafen oder die Welt mit den Augen erkundet, während
am Abend dann Stillen im Akkord angesagt ist. Das richtige Wort ist hier
Clusterfeeding.
"Clusterfeeding: typisches Trinkverhalten in den ersten Wochen; das Kind trinkt eine kurze Weile, hört auf, döst vielleicht sogar weg und beginnt erneut kurz zu trinken und so weiter. Dieses Clusterfeeding ist absolut normal für kleine Babys , und vor allem am späten Nachmittag und Abend kommt es verstärkt zu solchen Cluster-Phasen.
Das Dauerstillen kann sehr anstrengend und auch nervend sein, aber es hat seinen Sinn. Rein wissenschaftlich gesehen ist es so, dass das Baby durch den Stillmarathon die Prolaktinausschüttung anregt und so dafür sorgt, dass die Milchbildung angeregt wird und genügend Milch für das Kind zur Verfügung steht."
Fast jede stillende Mutter bekommt in solchen Situationen einmal eine sogenannte
Stillkrise.
Aber was ist denn eine Stillkrise?
"Nach ca. 14 Tagen und nach etwa sechs Wochen macht ein Baby deutliche Entwicklungssprünge in seiner gesamten körperlichen und geistigen Reifung durch. In diesen Phasen braucht Ihr Baby deutlich mehr Milch. Es kann nun bis zu 12-mal und häufiger am Tag nach der Brust verlangen. Diese Phasen irritieren Mütter oft sehr und werden deshalb auch als Stillkrisen bezeichnet. Haben Sie keine Angst, dass Ihr Baby nicht genug Milch bekommt. Durch häufigeres Anlegen können Sie die Produktion der Milch steigern. Schon nach ein bis zwei Tagen hat sich Ihre Brust auf den Mehrbedarf eingestellt und Ihrem Baby reichen wieder weniger Mahlzeiten aus, um satt zu werden.
Zufüttern wäre jetzt auf jeden Fall das Falsche, denn es könnte den Stillerfolg gefährden. Seien Sie aber sicher, mit der Zeit lernen Sie die Signale Ihres Kindes kennen und richtig zu deuten." Quelle NUK
Aber so schlimm ist es bei uns nicht, dass wir hier von einer Stillkrise reden wollen, denn
Ramona ist ganz entspannt und schläft ab und an eben auch mal selber mit ein, was wirklich verdienter Schlaf ist. Nicht, dass wir Nachts nicht schlafen würde, nein im Gegenteil. Eine Baby zu bespassen und zu erkennen, was es gerade will ist auch anstrengend.
Isabel schläft wirklich gut nachdem clustern und dann sind
5 Stunden Schlaf am Stück nicht sehr ungewöhnlich. Wollen wir hoffen, dass unsere süße Tochter diesen Rhythmus beibehält.
Das
Trinkverhalten, das
Schlafverhalten, das sonstige Verhalten.... alles ändert sich ständig. Gerade, wenn man meint, man hat den Dreh raus, kommt wieder was Neues. Flexibel bleiben und immer dran denken - das Gute und das weniger Gute.... alles geht vorbei. Auch das Clusterfeeding.