Wieder mal eine Frage, die uns abends im Bett eingefallen ist.
Warum sagt man bei den Kindern eigentlich "Bäuerchen machen" und woher kommt dieser Ausdruck?Gefunden habe ich die Lösung bei
gobiswelt.de
"Im Mittelalter war es noch Gang und gabe, in aller Öffentlichkeit zu schmatzen, rülpsen oder auch einmal einen fahren zu lassen. Der Kirchenreformator Martin Luther (1483-1546) soll in diesem Zusammenhang sogar gesagt haben: "Warum rülpset und furzet ihr nicht? Hat es euch nicht geschmecket?"
Doch irgendwann wurde es schick, sich vornehmer zu verhalten. Die bürgerlichen Schichten in den Städten begannen im 19. Jahrhundert immer mehr Verhaltensweisen von den Adeligen abzuschauen – nicht zuletzt, um sich von den ungehobelten, ungeschliffenen Bauern abzugrenzen.
Körpergeräusche wurden zum Tabu – nur nicht für Kleinkinder. Man wusste auch damals, dass für Babys das Aufstoßen unerlässlich und wichtig für die Verdauung ist. Zudem klappt bei Säuglingen das Zusammenspiel von Luft- und Speiseröhre noch nicht fehlerfrei, so dass regelmäßiges Aufstoßen unvermeidbar ist. Um es weniger ekelhaft erscheinen zu lassen, nannte man die Rülpser der Babys von nun an also entschuldigend "Bäuerchen", also "kleiner Bauer". Denn nur Babys – und rüpelhaftes Bauernpack – dürfen ungestraft in der Öffentlichkeit rülpsen."
Nun sind wir etwas schlauer und können uns neue Fragen stellen...