Gestern als ich heim gekommen bin, hat Isabel über Mamas Schulter mit den Augen die Welt erkundet und als Sie mich erblickt hat, sah man ein Lächeln im Gesicht. Unglaublich wie schön es sich anfühlt, wenn man so was sieht und man auch gleich lächeln muss. So ein Blick reicht aus um die Arbeit zu vergessen und man freut sich bei seinen geliebten Frauen zu sein.
Auch wenn das Lächeln der Kleinen noch nicht immer echt ist, sondern eher Übung, so erkennt man ein echtes Lächeln daran, dass Babys das ganze Gesicht benutzen um zu lächeln. Auch wenn sich die Kleinen selber aussuchen, wann sie das erste Mal lächeln, kann man Kind schneller dazu bringen; einfach viel knuddeln, kitzeln und mit ihm spielen.
Auch ist jetzt schon zu erkennen, dass nicht nur das Schwarz-Weiss-Bild an der Wand interessant ist, sondern auch komplexere Sachen. Bewegungen werden nun verfolgt und ein Rundgang durch die Wohnung ist auch sehr interessant. Natürlich erkennen die Kleinen noch nicht alles scharf, aber Sie sehen die unterschiedlichen Formen und Farben.
Es wird jetzt wirklich langsam Zeit, dass wir uns mal ein Mobile besorgen. Aber es gibt auch andere Tricks, wie die Kleinen animiert werden können. So sind Werbeprospekte immer schön bunt und wenn der Sonnenschein bei Mama oder Papa auf dem Arm liegt und die Werbung anschaut, ist die Welt um sie herum völlig egal. Auch wird es bald soweit sein, dass Kleinkinder Töne Musik bewusster wahrnehmen.
Solche Entwicklungssprünge machen sich aber auch bemerkbar. So war Isabel am Sonntag zum Schlafkind verwandelt. Das Baden war auch nicht so schön wie sonst und es wurde lauthals der Unmut geäußert. Nachdem dann noch die Haare frische gewaschen waren und Sie auf der Wickelkommode schön warm eingepackt war, ist sie schon beim Anziehen eingeschlafen und hat auch sonst den Tag mit Schlafen verbracht. Gestern dagegen wollte Sie von Schlaf nichts wissen. Etwas unruhig war sie, sobald Sie länger als zwei Minuten auf der Couch lag oder Sie nur im Arm gehalten wurde, ohne dass Mama sich bewegt hat.
Als ich dann abends die Kleine durch die Wohnung getragen habe und Ramona endlich mal die Zeit und Ruhe hatte etwas zu machen, war Isabel aber ganz entzückt, weil es ja so viel zu sehen gab.
Nicht das jetzt jemand denkt, ich lass Ramona alles machen im Haushalt. Nein, auch Sie ist froh wenn sie mal die Kleine in andere Hände geben kann und nicht immer unterbewusst darauf achtet, dass die Kleine sicher liegt oder schläft. Ich verstehe es absolut. So gern ich die Kleine bespasse, so angenehm ist es auch, die Kleine an Mamas Brust zu legen, wenn Sie schon 10 Minuten schreit, weil sie essen mag. Arbeiten gehen einem flüssiger von der Hand, wenn man nicht immer auf die Kleine achten muss.
Die Zeitumstellung interessiert natürlich den Nachwuchs auch weniger und so schläft unsere Kleine nun nicht mehr zwischen Zehn und halb Elf ein, sondern erst eine Stunde später. Da werden wir noch eine Weile brauchen, bis Isabel sich an die Schlafzeiten gewöhnt hat und Papa wird nun bis halb zwölf durch die Wohnung laufen bis Isabel eingeschlafen ist.
Der Entwicklungsschub, die Zeitumstellung, die neu gewonnen Eindrücke und vielleicht auch die Situation, dass tagsüber nur Mama da ist, muss das Kind auch erst einmal verarbeiten.
Aber sobald wir ein Lächeln von unserem Sonnenschein ernten, sind die ganzen Anstrengungen vergessen und wir sind froh Isabel in unserem Leben zu haben!