Seit ein paar Tagen steckt sich Isabel
ständig ihre Hand in den Mund und schleckt bzw. saugt daran. Auch unmittelbar nach dem Essen! Für uns stellt sich nun die Frage,
ob sie einfach damit spielt und die Hände kennen lernt, ob ihr etwas im Mund weh tut oder ob Sie einfach Hunger hat? Also wir sind ja der Meinung, dass trotz der nun anfangenden
Sabberei es
für die ersten Zähnchen noch bisschen früh wäre und Isabel dann auch nicht einfach wieder aufhören würde wenn es im Mund weh tut. Da sie auch beim Stillen immer wieder mit den Händen anfängt,
kann es auch kaum Hunger sein.
Viel eher ist es wohl die
orale Phase der Kleinen und völlig normal. Es ist auch
wieder ein Meilenstein in der Entwicklung denn nun wird
die Welt nicht nur mit den Augen entdeckt sondern auch noch mit dem Mund. Sie wollen die Dinge mit den Händen betasten, um sie zu „begreifen“ und in den Mund stecken, um sie zu erkunden. Das bloße Anschauen einer über der Wiege oder dem Kinderwagen aufgehängten bunten Kugelkette genügt da eben nicht mehr. Auch die eigenen Händchen werden auf diese Art und Weise erforscht. Zum Daumenlutscher werden die Babys deswegen nicht gleich. Wenn die Hände erstmal erkundet sind, nehmen die Kleinen dann noch ganz andere Sachen in den Mund.
Oh man ich bin ja schon gespannt wenn Isabel die Füße in den Mund nehmen wird. Ich werden mich kringeln vor lachen wenn Sie sich dann verrenkt, wo wir Erwachsenen vor lauter schmerzen nur noch schreien würden..
Ein paar gute Tipps wie man die orale Phase der Kleinen unterstützt hab ich bei familie.de gefunden auch wenn hier die orale Phase erst im 5. Monat beginnt.
Was mir besonders gefallen hat, ist der Hinweis "Umgebung muss sauber und hygienisch sein - aber nicht steril"! Leider ist es wirklich viel zu oft klinisch rein als dass es sauber ist. Heutzutage brauchen sich Eltern nicht wundern, dass die Kleinen alle möglichen Allergien bekommen, wenn die Kinder nie mit irgendwelchen Bakterien in Kontakt kommen. Bei uns gibt es kein Sagrotan in der Wohnung oder gar antibakterielle Müllbeutel. Ein sehr schöner Artikel dazu bei Werbewahn.
Einen sehr genialen Brief an die Hersteller solche Produkte habe ich auch noch gefunden:
Erst einmal möchte ich mich dafür bedanken, dass Sie unseren Haushalt mit solchen innovativen und zukunftsweisenden Produkten bereichern. Allerdings tauchen bei uns einige Fragen zu ihren antibakteriellen Müllbeuteln auf, welche in unserem Haushalt aufgetreten sind. Somit nutze ich hier meine Chance um an Sie heran zu treten um dies zu klären.
1.) Sind sie eigentlich viel zu Schade um sie mit bakteriell verseuchtem Müll zu beschmutzen. Meine Frau kocht nun immer den ganzen Restmüll ab, um ihn anschließend auch steril in dieses hochwertige Produkt zu bekommen. Dies gestaltet sich jedoch schwierig, da der Müll nach dem Abkochen immer noch der Luft ausgesetzt ist, und diese bekanntlich auch mit Bakterien und Keimen in Berührung kommt. Um dieses zu umgehen wären größere Umbaumaßnahmen unserer Küche nötig um diese Keimfrei zu halten. Kochen oder Lebensmittel dort zu Lagern wäre somit nicht mehr möglich, da dies auch wieder eine Keimbelastung darstellt und die Umbaumaßnahmen somit umsonst gewesen wären. Weiterhin wäre es von Vorteil eine ABC ( Atomar Biologisch Chemisch ) Schleuse vor der Küche zu installieren, da jeder Mensch auch ein Keimträger ist. Weiterhin stellt, nach dem verpacken des Restmülles, der Weg zum Mülleimer eine Gefahr für den antibakteriellen Restmüll dar.
2.) Eine Lösung des Problems wäre eine antibakterielle Mülltonne welche durch eine weitere ABC Schleuse an die hoffentlich keimfreien Mitarbeiter der Stadtwerke übergeben würde. Hier stellt sich allerdings wieder die Frage, wie bekommt man den Müll auch ohne bakterielle Belastung zum antibakteriellen Endlager. Oder wollen Sie diesen verbrennen und unsere Luft damit verschmutzen. Dies fände ich aufgrund unserer Bemühungen, um unsere saubere und keimfreie Umwelt, allerdings nicht hilfreich.
3.) Auch fällt es meiner Frau sehr schwer sich ständig, vor betreten der Küche keimfrei zu machen. Für eine weitere innovative Lösung dieses Problems von ihrer Seite wären wir dankbar. Auch würde es uns interessieren, wo wir nun eigentlich unsere Mahlzeiten zubereiten können ohne die Müllbeutel damit mit Bakterien zu belasten. Besuch bekommen wir keinen mehr, da diesen die Desinfizierungs-Maßnahmen zu Zeitaufwendig waren, und bis auf eine Besucherin eigentlich niemand Lust auf unsere keimfreien Lila Gummianzüge hatte.
4.) Eine weitere Lösung wäre es den Müllbeutel Vakuum zu versiegeln und anschließend in einem weiteren antibakteriellen Müllbeutel noch einmal luftdicht zu verschweißen. Dieser sollte allerdings an der Endlagerstätte in einer weiteren ABC Schleuse erst entkeimt werden, bevor er in das Lager kommt. Dies wirft allerdings eine weitere Frage nach der Kapazität der Endlagerflächen auf, welche noch geklärt werden sollten. Ich hoffe ihnen mit diesen Punkten einen Anreiz für weitere solch hochkarätige Produkte vermitteln zu können, und ihrer Forschungsabteilung somit hilfreich gewesen zu sein.
Bis zu einer Antwort von ihrer Seite werden wir wieder zu unserem alten Trott zurückkehren und unseren Biomüll auf dem Kompost entsorgen. Den Behälter hierfür waschen wir hinterher gründlich aus, damit keine Pilze oder Gerüche unsere Küche belasten. Flach und Rund kommen weiterhin in die dafür vorgesehenen Wertstofftonnen und auch die Behältnisse dafür werden regelmäßig gereinigt.
Lediglich der Restmüll stellt somit noch ein kleineres Problem dar, das Sie und ihre Forscher aber hoffentlich bald lösen.
Über weitere innovative Lösungen und Ideen zum Schutze unseres Lebens und unserer Umwelt stehe ich ihnen jederzeit zur Verfügung und werde ihnen auch weiterhin meine Tipps und Problemlösungen hierzu nicht vorenthalten.
Auf gute Zusammenarbeit.
Mit keimfreien Grüßen
hp-reseller für die ganze keimfreie Welt
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