Heute gibts mal wieder was interessantes aus der Welt der Babyprodukte. Seit kurzem gibt es große Diskussion um Bisphenol A, kurz BPA, bei Babyprodukten. Bisphenol A ist ein Rohstoff der zur Herstellung von Kunststoffen genutzt wird und so auch bei der Herstellung von Babyflaschen und den Schnullern (Saugern).
Beim Menschen wirkt BPA wie das weibliche Sexualhormon Östrogen. Ob es Schaden anrichtet, ist umstritten. Unumstritten ist aber, dass BPA ein hormoneller Schadstoff ist, das bereits in winzigen Mengen in unseren Hormonhaushalt eingreifen kann. Nur was sind winzige Mengen?
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) den Wert für die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge im Sommer 2007 um das Fünffache auf 0,05 mg je Kilogramm Körpergewicht erhöhte. Die EFSA stützte sich dabei wesentlich auf eine stark kritisierte Studie die von der Kunststoffindustrie finanziert wurde. Wie solche finanzierten Studien aussehen, wenn sie von demjenigen finanziert werden der gleichzeitig daraus sein Kapital schlägt, kann man sich denken. Unabhängige Wissenschaftler hingegen schlagen einen um bis zu 2000 mal niedrigeren Toleranzwert vor, was einiges aussagt.
Zahlreiche Studien in den vergangenen Jahren hatten bei Tierversuchen herausgefunden, dass BPA zu Entwicklungsstörungen, Erbgutschäden und erhöhtem Krebsrisiko führen könne. Allerdings gab es auch andere Untersuchungen, nach denen die Dosen, die der Mensch aufnimmt, viel zu gering seien, als dass ein Schaden entstehen könne gibt Ökotest bei der Verharmlosung wiederum an. Genau diese Aussage is eben auch der ausschlaggebende Punkt zur Diskussion.
Nun wer recht hat wird wohl der Langzeittest ergeben. Aber wir nehmen ja mittlerweile so viele ungesunde Sachen zu uns, dass ein Rückschluss auf BPA wohl nie möglich sein wird. Interessant fand ich aber die Aussage, dass sich bei dem Auskochen eines Schnullers die Wert erhöhen. So kann man bei Bund lesen:
Frage:Wird durch Sterilisieren des Schnullers mehr Bisphenol A freigesetzt?
Antwort:Durch Erhitzen löst sich Bisphenol A tatsächlich leichter aus Polycarbonat. Das von den Herstellern vor dem Einsatz empfohlene Auskochen der Schnuller hat in unseren Versuchen zu einer Erhöhung der BPA-Werte um ein Vielfaches geführt.
Mittlerweile stellen viele namhafte Hersteller aber die Produktpalette auf BPA-Freie Schnuller um, wie man auch bei
123bambini.com und
pierre-markuse.de lesen kann.
Zum Glück nutzen wir
MAM Schnuller welche definitiv
BPA-Frei sind. Also
aufgepasst beim Schnullerkauf!
Hier noch ein
Beitrag vom ZDF zu dem Thema.