Nun ist es soweit, das Fieber hat wohl Isabel wohl einen geistigen Schub gegeben. Seit nunmehr zwei Tagen fängt Isabel sofort an zu weinen wenn man ihr etwas verbietet oder ruhig "Nein" sagt. Jetzt sind wir als Eltern gefordert unserer Lieben die Grenzen zu zeigen und wir dürfen nicht schwach werden wenn sie wieder bockt.
Es ist zwar noch keine Trotzphase die erst mit zwei bis drei Jahren kommt, sondern mit einem Jahr ist es einfach die Zeit in der die Kleinkinder ein stärkeres Bewusstsein für sich und ihre Bedürfnisse entwickeln. Sie versuchen mehr oder weniger intensiv ihren Willen durchzusetzen bzw. können auch oft mit den ihnen aufgezeigten Grenzen nicht richtig umgehen. Sie reagieren mit Wutanfällen, hektischen Bewegungen, Weinen etc.
Meist lassen wir Isabel kurz bocken und reden dann ganz normal weiter mit ihr und versuchen zu erklären, warum sie dies und jenes nicht darf. Kleinkinder verstehen natürlich den Sinn noch nicht richtig, aber deine ruhige Stimme gibt ihnen das Gefühl von Sicherheit in dieser auch für sie oft schwierigen Situation.
Beide Elternteile müssen aber konsequent bleiben und sollten nicht großartige Unterschiede in der Erziehung machen. Man muss bei den Verboten bleiben und eventuell Ausgleichshandlungen anbieten (Buch angucken, Ball spielen, den verbotenen Gegenstand gegen einen "erlaubten" eintauschen etc.) Wenn man an die Kleinen gar nicht rankommt, dann einfach in Ruhe lassen und ignorieren - meist merken die Kleinen schnell, dass sie das gewünschte Ergebnis nicht erreichen und kommen von selber wieder an und sind lieb.
Die Eltern müssen sich auf jeden Fall einig sein, was erlaubt und was verboten ist, denn nur so können die Kinder wirklich ihre Grenzen kennenlernen. Nach dem 100. Mal "nein" glauben sie es dann auch und versuchen es immer weniger, wenn es jedoch mal erlaubt und mal verboten ist, dann sind sie unsicher bzw. versuchen natürlich weiterhin ihren Willen durchzusetzen. Auch wird eine Mutter es schwer haben wenn der Vater alles erlaubt und das Kind so bloß noch bei dem einen Elternteil ist weil es hier alles darf.
Fingerspitzengefühl ist natürlich wichtig. Man muss schon unterscheiden was gefährlich ist bzw. was die Kleinen nicht tun sollen. Lange Erklärungen helfen da nicht wenn die Kleinen immer wieder mit den Fingern zur Steckdose greifen. Nach dem dritten Nein und dem fünften Mal wegtragen, lässt die Gegenwehr schnell nach und man hat das gewünschte Ergebnis in 10 Minuten erreicht statt in zwei Stunden. Manchmal muss man einfach konsequent zupacken und bestimmte Regeln durchziehen.
Auch für uns ist es schwierig, weil man nicht genau weiß, was Isabel schon versteht und wie man reagieren soll. Aber mit Geduld und viel Überzeugungsarbeit wird es Stück für Stück besser.
Aber sonst ist alles beim Alten. Isabel spielt mit ihren geliebten Stapelwürfeln
, ihrem Bobbycar und der Kullerrutsche
die Onkel Ronny geschenkt hat und wenn Kuschelzeit ist, dann kommt die Schnuffelmaus zum Einsatz.
Achso und seit zwei Tagen trinkt sie nun selber aus ihrer Trinklernflasche und kann gar nicht genug bekommen. Während wir früher Tage hatten an denen Isabel noch nicht mal einen Becher getrunken hat sind wir nun locker bei zwei Bechern am Tag. Jaja unsere kleine Saufschraube dreht auf!