Es hat uns wieder mal eine Frage beschäftigt, auf die wir gekommen sind als ich den Babybauch eingeölt habe.
Wieso verheddert oder verknotet sich das Baby nicht mit der Nabelschnur?
Ja schon seit dem 4.Monat haben die Kleinen ihr erstes Spielzeug entdeckt, die Nablschnur. Wie Kinder später sind, so sind sie es als Baby auch schon im Mutterleib - nämlich verspielt. So stellen Sie auch ein wenig Unfug mit der Nabelschnur an. Die Kleinen greifen danach, ziehen an der Nabelschnur und manchmal kauen sie auch darauf herum. Beim Greifen kann es die Nabelschnur auch so fest umklammern, dass es die Sauerstoffzufuhr behindert, aber keine Sorge - das Baby wird die Schnur nicht lange genug festhalten, um sich selbst zu schaden. Immerhin muss die bis zu einem Meter lange Nabelschnur etwa 350 Liter Flüssigkeit pro Tag (!) transportieren.
Manche Babys machen beim Herumturnen im Bauch der Mutter regelrechte Knoten in die Nabelschnur und daher hat die Natur da mehrere Sicherheitsmechanismen eingebaut. Sie ist gedreht, damit Sie bei den vielen Bewegungen des Babys nicht zu leicht verknoten oder verheddern kann. Durch die Spiralform ist die Nabelschnur nicht nur sehr dehnbar, sie lässt sich auch kaum abknicken. Diese gedrehte Form beruht darauf, dass die beiden Arterien und die Venen länger sind, als die sie umgebende Hülle. Zudem ist sie mit einer Schutzschicht überzogen. Selbst Knoten und Schlingen bedeuten keine ernsthafte Gefahr für das Baby. Sobald sich das Kind im Bauch der Mutter dreht und auf die Nabelschnur legt, rutscht der Strang einfach weg und schwimmt wieder frei herum.
Ernsthafte Komplikationen treten sehr selten auf. Sogar Kinder, die mit der Nabelschnur um den Hals geboren werden, sind in 99 Prozent der Fälle nicht gefährdet. Manchmal ist die Nabelschnur bei der Geburt um den Hals geschlungen, in einigen Fällen sogar zwei- oder dreimal, was meist unproblematisch ist. In seltenen Fällen kann es allerdings passieren, dass sich die Nabelschnur bei der Geburt verklemmt oder abgepresst wird. Und zwar dann, wenn die Fruchtblase frühzeitig platzt und sich die Nabelschnur vor den Kopf des Kindes in den Geburtskanal legt.
Auch Ramona macht sich ihre Gedanken, was unser Töchterchen in der 31. Schwangerschaftswoche so den ganzen Tag im Bauch macht – ob es trinkt? Mit der Nabelschnur spielt? Für Sie ist es das schönste Erlebnis, zu bemerken, wie das Baby reagiert. Täglich lernt sie unser Baby besser kennen. Sie findet heraus ob das Baby Temperament hat oder ob es eher gelassen reagiert. So wird es mal animiert sich zu bewegen, worauf sie auch gleich reagiert und scheinbar tollkühne Purzelbäume schlägt.
In diesem Stadium habe ich es als der werdende Vater nicht immer leicht, denn von diesem neuen Körpergefühl bleibe ich völlig ausgeschlossen. Jedoch gehe ich oft meiner Lieblingsbeschäftigung nach: mit dem Ohr an der Bauchdecke lauschen und den Babybauch streicheln um zu fühlen was unser Töchterchen treibt und mit ihr zu reden. Aber diese Anteilnahme ist die beste Grundlage für eine liebevolle Beziehung zwischen Vater und Kind – und natürlich der Mutter.