Vor einiger Zeit haben wir euch ja mal erzählt, dass wir was zu berichten haben, weil wir was gewonnen haben. Und nun war es soweit. Aber fangen wir mal ganz von vorn an:
Im Herbst hat Lemocin zusammen mit der BellyButton-Botschafterin Dana Schweiger „Deutschlands lustigstes Familienfoto“ gesucht (und uns gefunden). Dazu sollte man sein ausgewähltes Familienfoto im Internet auf der Lemocin-Familien-Seite hochladen und per Facebook konnte abgestimmt werden. Die Fotos mit den drei meisten Klicks kamen dann in die Endauswahl und Dana Schweiger und Novartis haben daraus das lustigste Familienbild gewählt. Aber lange Rede – kurzer Sinn: Wir haben dort mitgemacht und haben gewonnen. Kurz nach den Weihnachtstagen hab ich dann die E-Mail erhalten von der PR-Agentur, dass unser Bild gewonnen hat. Zunächst dachte ich, die spinnen doch, aber nach dem Telefonat mit Frau Münch von der PR-Agentur Edelmann hatten wir Gewissheit – wir haben tatsächlich gewonnen und sollen doch nach Hamburg kommen zur Preisverleihung. Aber da lag der Hase schon begraben: am 02. Januar hätte ich meinen ersten Arbeitstag im neuen Job und gleich zu Beginn schon nach zwei freien Tagen fragen ist nicht so die feine Art. Aber kurz entschlossen wagte ich mich vor und erklärte den Grund für die plötzlichen zwei freien Tage, die ich Anfang Februar bräuchte. Und welcher Chef könnte denn dazu nein sagen. Meine neuen Chefs jedenfalls nicht und somit war alles gebongt. Also hieß es dann auf zur Preisverleihung am 02.02.2012 in Hamburg.
Tickets wurden von der PR-Agentur für uns gebucht, damit wir nicht den elendig langen Weg von München nach Hamburg mit dem Zug fahren müssen. Ein Hotel für die Tage suchten wir uns selber aus. Und schon war der 02. Februar gekommen und wir pünktlich am Flughafen Franz-Josef-Strauss in München, nach der Plünderung der Lufthansa-Getränke-Theke, ca. zwanzig Minuten vor Boarding, kam einen nette junge Frau und fragte, ob wir die Familie Scholz-Janotte seien. Sie wäre die Vertreterin von Novartis, würde mit uns nach Hamburg fliegen, aber sie sei gerade umgebucht worden, weil der eigentliche Flieger ausfällt. Jedenfalls hat sich Lufthansa dann auch mal aufgerafft und hat eine (aber wirklich nur eine) Ansage gemacht, dass der Flug gecanceled ist und alle auf den nächsten Flieger in zwei Stunden umgebucht worden sind. War ja nicht so, dass wir bereits seit zwei Stunden da waren. Aber schließlich sind wir doch noch in Hamburg gelandet und gleich samt Gepäck Richtung BellyButton-Shop mit einem Taxi. Aber der Taxifahrer war der Hammer. Ich wusste nicht, dass ein Mann so viel reden kann, aber immerhin wussten wir nach nicht mal einer halben Stunde in der Hansestadt, wo Jenny Elvers mal gewohnt hat und wo welches Gerichtsgebäude steht. Aber auch diese redereiche Fahrt hatte ein Ende und die Preisverleihung rückte näher.
Kameras, Fotografen und Presseleute zierten den BellyButton-Store in der Hamburger Poststraße. Da sollten wir uns wirklich rein getrauen? Aber klar, wir wollten doch unseren Preis überreicht bekommen.
Nach kurzer Bekanntmachung und immer ein Lächeln auf den Lippen für die Kameras schritten wir zur Preisübergabe. Dana Schweiger, die Geschenkefee (in Isabels Augen) überreichte uns ein Fotoalbum, ein BellyButton Strandhandtuch und natürlich den Hauptpreis, einen Gutschein über ein professionelles Fotoshooting. Den Fotographen, der das Shooting am Freitag mit uns machen sollte, lernten wir auch schon kennen, da er ebenfalls bei der Verleihung vor Ort war. Ebenso waren Teams vom Hamburger Regionalfernsehen und der Online-Plattform Ganz-Hamburg.de, wo wir bereits am Tag darauf unseren Namen in einem Artikel lesen konnten. Weiterhin wurde die Verleihung für eine Doku-Soap auf einem Pay-TV-Sender für Frauen gefilmt.
Jetzt können wir ja zugeben, dass wir bei dem Wettbewerb eigentlich nur mitgemacht haben, weil wir das Strandhandtuch haben wollten. Naja, aber so kann es manchmal gehen. Natürlich beglückwünschte uns auch die Vertreterin im Namen von Novartis.
Jedenfalls war Isabel wirklich lieb und ertrug geduldig die Kameras und die vielen Menschen, spielte ein wenig und schaute sich alles aus sicherer Entfernung mit etwas grimmiger Miene an – aber immerhin meckerte sie nicht. Dann wurden Interviews geführt, natürlich vorrangig mit Dana Schweiger, aber auch mit uns. Sie war wirklich nett, sehr sympathisch und fragte immer wieder ganz interessiert, was Isabel denn gerade gesagt habe, denn natürlich war unsere Maus doch etwas eingeschüchtert und hat nur leise geredet. Dana war aber auch interessiert an den ganz normalen Alltagsdingen, ob sie in die Krippe geht uns solche Sachen - super sympathische Frau.
Aber auch die aufregendste Verleihung neigt sich dem Ende und wir verabschiedeten uns Richtung
Hotel. Immerhin brauchten wir unseren Schönheitsschlaf, denn nächsten Tag stand das Shooting an. Abends noch schnell beim Italiener eingekehrt und gestärkt, ein Entspannungsbad für alle und ab ins Bett.
Die Auswahl des Hotels für Hamburg traf ja Eike hauptsächlich und er ist ein Genießer, somit war die Ausstattung des Frühstücksbuffets mitentscheidend. Und er war ein wahnsinniges Buffet. Aber wir konnten uns dennoch losreißen und bewegten uns Richtung Fotostudio. Dort wurden wir mit typisch Hamburg Franzbrötchen und Kaffee begrüßt, um die Stimmung zu lockern, was leider bei Isabel nicht so ankam. Sie war wie immer, bei fremden Leuten, total schüchtern. Sven Jakobsen, der Fotograf von
Family-Picture Hamburg, war wirklich sehr bemüht und nach viel Kraft und Reden taute Isabel auf und er knipste, was die Kamera her gab und wir lächelten, was die Gesichtsmuskeln zuließen. Zum Schluss fuhren wir alle noch zu den Landungsbrücken im Hamburger Hafen, damit wir zum Abschluss des Shootings noch ein Foto mit einem typisch Hamburger Wahrzeichen machen konnten. Auf das Ergebnis sind wir jedenfalls super gespannt und reichen das natürlich noch nach, sobald uns die Fotos, die noch nachbearbeitet werden, bei uns eintrudeln.
Mit dem Fotoshooting war nun der offizielle Teil des Hamburg-Besuchs erledigt und wir konnten uns bei den Touristen einreihen. Und da wir eh schon am Hafen waren bot sich doch eine Hafenrundfahrt gleich an. Eine Stunde hieß es nun schippern durch den
Hafen, vorbei an den riesigen Container-Schiffen und Seeluft schnuppern. Dank der eisigen Temperaturen in Hamburg konnten wir leider nicht auf dem offenen Oberdeck sitzen, aber Isabel und Eike wagten es dennoch einmal die Nase in den Wind zu stecken. Aber dank der eisigen Temperaturen wurden wir auch Zeuge von Eisschollen im Hafenbecken – was man auch nicht alle Tage zu sehen bekommt. Immerhin wurde an dem Wochenende sogar der Schiffsverkehr auf der Elbe eingestellt dank der Minusgrade und Eisschollen.
Nach der Hafentour, am späten Nachmittag suchten wir uns dann etwas windgeschütztes, warmes zum Zeitvertreib – richtig eine Shoppingmall und was will Isabel essen – richtig Eis. Jedenfalls der Weg zur Europa-Passage war auch nett anzusehen, direkt an der Alster entlang, die auch komplett zugefroren schien. Netter Anblick auf alle Fälle.
Samstag, nach der Schlemmerreise am Buffet des Arcotels, hieß unser Ziel Speicherstadt und
Miniaturwunderland. Speicherstadt erlebte unser Kind eingemummelt mit einer riesigen Decke im Kinderwagen. Wir schlenderten derweil über die Brücken über den Wasserkanälen durch die
Speicherstadt Richtung Museum. Dort angekommen, konnten wir uns alle dafür begeistern. Toll gemacht ist das Miniaturwunderland allemal. Dabei gibt es sogar ein Flughafen mit Starts und Landungen von Fliegern, Bote, die im Wasser fahren, unzählige Zuglinien, den Grand Canyon und Las Vegas und sogar Skandinavien. Zu unserem Glück ist der Bereich Skandinavien ganz ans Ende verlagert, denn so konnten
wir Isabel immer noch vertrösten, dass noch irgendwo im Schnee Pippi Langstrumpf steht und ihr Pferd kleiner Onkel hochstemmt. Nachdem Pippi gefunden war, war dann auch das Ende erreicht. Kaum angezogen und im Kinderwagen drin, waren die Augen schon geschlossen und das Kind erlebte nicht mal mehr das Verlassen des Fahrstuhls im Erdgeschoss. Den Abend und damit unsere Hamburgreise ließen wir wieder beim Italiener ausklingen.
Sonntag dann ging unser Flieger wieder gen München. Nur leider war es hier noch kälter als im Norden.
Nun bleibt uns nur noch einmal Danke zu sagen an Novartis, BellyButton und Dana Schweiger (und natürlich an Frau Münch von Edelmann für die tolle Organisation) für die Preise und unsere tolle Zeit in Hamburg.
Ein wollen wir auf alle noch loswerden, so weltoffen sich Hamburg auch immer gibt, eins bleibt zu bemängelt: wir mussten permanent den Kinderwagen die Treppen rauftragen in den U-Bahn-Stationen, da es weder Rolltreppen noch Fahrstühle gibt, zumindest nicht offenkundig für Stadtfremde ausgeschildert. Wie machen es denn Rollstuhlfahrer dort? Das wüssten wir zu gern.