Ich freu mich ja jeden Abend darauf endlich den Bauch von Ramona betrachten zu können. Man hat den Eindruck, dass der Bauch jetzt in der 36. Schwangerschaftswoche jeden Tag ein bisschen größer wird. Es ist schon faszinierend, dass es doch noch größer geht, auch wenn man denkt jetzt ist bald das Maximum erreicht bevor er platzt.
Wenn wir uns dann auch noch überlegen, dass die Babys noch jede Woche 200 bis 250 Gramm zunehmen können, dann können wir uns ja ausmalen wie groß der Bauch noch wird. Die derzeitige Größe kann man sich ja auch selbst ganz leicht errechnen. So kann man die die Länge des Oberschenkelknochens nehmen (Femurlänge in den Unterlagen auch nur FL genannt) und diesen Wert mit sieben multiplizieren und schon hat man eine geschätzte Größe des Babys. Bei der letzten Untersuchung war die Femurlänge von unserer Kleinen 6,63mm, also rechnen wir 6,6 mal 7 ist etwa 46cm.
Wenn die Kleinen in den kommenden Wochen noch so zulegen wird es natürlich auch enger und die Kleinen bewegen sich dann immer weniger. Aber derzeit geht es noch ganz gut und so sind schon einige Bewegungen der Kleinen für Ramona schmerzhaft. Immer dann wenn die Kleine mal wieder ihre fünf Minuten hat wird eben auch der Mama mal ein Seitenhieb verpasst. Ich schau mir das aber trotzdem gern an, denn mittlerweile kann man die Bewegungen auch auf dem Bauch sehen. "Guck da ist bestimmt wieder das Knie oder der kleine Arsch.." heißt es dann wenn wieder mal eine Beule auf dem Bauch in Bewegung ist. Und wenn die Kleine sich von Rechts nach Links dreht sprechen wir von einer Massenverschiebung. Aber auch der Schluckauf unsere Kleinen ist immer mal wieder zu beobachten, wenn der ganze Bauch rhythmisch zuckt bzw. wackelt.
Auch kann man sehr gut erkennen, wann die Kleine den Sternengucker macht, also mit dem Gesicht zum Bauch der Mama schaut. Der Fachbegriff ist manchmal auf dem Bericht der Vorsorgeuntersuchungen im Krankenhaus zu lesen. Sternengucker haben dann die dorsoposteriore Lage und bei einer Lage mit dem Rücken zum Bauch spricht man von der dorsoanterioren Lage.
dorsal (dorsum „Rücken“): rückenseits, am Rücken gelegen
anterior: vorn liegend (beim Menschen identisch mit ventral)
posterior: hinten liegend (beim Menschen identisch mit dorsal)
Immer wenn der Bauch mal nicht ganz so hart ist, dann liegt sie in der sogenannten Sterngucker-Lage. Wenn der Bauch dagegen richtig fest ist, dann liegt Sie mit dem Rücken zum Bauch. Natürlich ist das jetzige hart sein viel weiter oben und ganz anders als noch in 26. Schwangerschaftswoche als der Bauch wirklich hart war wie man in dem damaligen
Blogeintrag lesen kann.
Aber die Lage des Babys ist nun schon ein paar Wochen, wie sie sein soll. Nämlich mit dem Kopf nach unten in der Schädellage. Aber nicht bei jeder werden Mutter ist das der Fall. Wenn das Kind aber in der Beckenendlage liegt muss man auch nicht gleich verzweifeln. Es gab im Urbia Club schon lustige Diskussionen, wie man das Kind dazu bekommt sich zu drehen. Da war dann die Rede von einer hellen Taschenlampe, die man auf dem Bauch von oben nach unten ziehen soll. Das Baby würde dann dem Licht folgen... Ja ich habe herzlich gelacht. Hier gibt es mal so ein paar Beispiele. Eine Anleitung zu der genannten "Indischen Brücke" habe ich bei Hebamme4u gefunden.
Wendung durch die Indische Brücke
Die „Indische Brücke“ ist eine Lagerungsübung.
Ab der 32. Schwangerschaftswoche kann damit frühestens begonnen werden.
Die Schwangere legt sich auf den Rücken, die Beine werden zirka 40 cm höher gelagert, zum Beispiel auf einem niedrigen Stuhl, die Unterschenkel sollten auf jeden Fall waagerecht liegen. Das Becken muss hochgelagert sein, am besten durch ein Keilkissen. Diese Übung sollte 1-2 x täglich ungefähr 10-15 Minuten lang durchgeführt werden. Bleiben Sie während der Übung entspannt und atmen Sie ruhig ein und aus. Wenn Sie das Gefühl haben, das Baby hat sich gedreht, dann sollten Sie natürlich nicht weitermachen.
Insgesamt ist diese Methode nur wenig von Erfolg gekrönt. Dazu kommt, dass es manchen Frauen in dieser Position übel wird. Sie wird oft als höchst unbequem empfunden, und dann bleibt der Entspannungseffekt auf der Strecke.
Unsere Hebamme hat von einem sogenannten
Purzelbaumöl gesprochen,
was wohl wirklich sehr oft helfen muss. So heißt es bei Stadelmann:
Purzelbaumöl – Bauchmassageöl zur Unterstützung der „Indischen Brücke“, um das Kind zur Kopflage zu bewegen. Aber zum Glück liegt unsere Kleine ja richtig (auf Holz Klopf, dass es so bleibt). Jetzt warten wir erstmal auf die Senkwehen, die ja auch in ein paar Wochen kommen sollten und so Ramona vielleicht ein wenig Erleichterung schaffen und mir vielleicht wieder Nächte ohne Schnarchen von meiner allerliebsten Frau. *duck und weg*