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Entries tagged as Hebamme
Monday, September 7. 2009
 Nein es geht nicht das erste Mal, was jetzt wohl jeder denkt sondern eher um das erste große Erlebnis bei euren Babys und Kindern. Bei uns ist derzeit der erste Zahn das große Event und so hatte ich die Idee dazu eine Blogparade zu starten. Was ihr tun müsst um mitzumachen?Alles was ihr machen müsst ist eine Blogbeitrag zu schreiben, in dem ihr das Erlebnis der " erste Zahn" oder das " erste Krabbeln" oder das " erste Gehen" oder was euch immer einfällt nieder schreibt. Es gibt sicher bei jedem Elternpaar etwas! Verlinkt euren Beitrag einfach zu meiner Blogparade und ihr kommt in den Auslosungstopf für den Gewinn. Wenn Trackbacks nicht funktionieren sollte, so könnt ihr mir auch einfach einen Kommetar schreiben mit dem Link zu eurem Blogeintrag oder ihr schickt mir eine Mail ( Kontaktformular) und ich verlinke den Artikel. Wozu sollst grade du mitmachen?Warum denn nicht? Oder hast du etwas zu verlieren? Im Gegenteil es gibt sogar was zu gewinnen. Ich verlose unter allen Teilnehmern drei mal zwei Karten für die Babymesse Babywelt in München. Wie lange läuft diese Blogparade?Die Aktion läuft zunächst bis 30. September 2009. Sollte ich bis dahin nicht genügend “Anhänger” gefunden haben, werde ich den Zeitraum noch etwas ausdehnen.
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Sunday, July 26. 2009
Ja, wir haben einen weiteren Schritt erklommen auf der Entwicklungsleiter. Nach monatelangem Stillen von Isabel haben wir uns nun entschlossen mit Gemüsebrei die Zufütterung am Sonntag, den 26.Juli zu beginnen. Nachdem ich ja bei meiner Hebamme eine Extrastunde zum Thema Babykost bekommen habe, wollte ich mein neu erlerntes natürlich auch umsetzen. So wurde die Öko-Zucchini klein gehackt, geköchelt und pürriert. Dieser, für uns extrem fade (weil ungewürzt) grüne Brei war nun die erste feste Mahlzeit für unsere Isabel. Mit einem kleinen Plastelöffel und dem Brei ging es ins Wohnzimmer, wo sie bereits in ihrer Babywippe angeschnallt und mit einen Sabberlatz versehen gewartet hat.
Der erste Bissen wurde genommen, etwas das Gesicht verzogen, aber dennoch weiter gegessen und geschmeckt. Und beim nächsten Löffel wurde dann sogar schon danach gegriffen. Alles in allem ein guter Erfolg und unserer Kleinen schien es geschmeckt zu haben.
Seit dem gibt es jeden Mittag einen Brei und sie mampft den weg, als ob es nie eine Zeit ohne Brei gegeben hätte.
Als Beweis hier ein kleiner Mitschnitt des ersten Breis.
Wednesday, May 6. 2009
Bei Isabel ist der Nabel ja nach 7 Tagen abgefallen und es hatte sich ein schöner Bauchnabel gebildet. Wie der Bauchnabel gepflegt werden soll habe ich ja auch in einem Eintrag geschrieben und kann auch hier nachgelesen werden. Trotz der Pflege hat man am Body immer wieder gesehen, dass sich Sekret absondert, was auch schmieren genannt wird. Eigentlich sollte sich dies mit der Zeit geben was uns dann schon ein wenig beunruhigt hat.
Unsere Hebamme meinte dann wir können es entweder mit einem speziellen Puder behandeln oder mit Calendula Essenz. Nun die beiden Sachen helfen wohl sehr gut bei Entzündungen und so haben wir es versucht. Leider wurde es dadurch nicht besser, sondern der Bauchnabel wurde nur etwas röter und so haben wir uns entschieden doch mal zum Kinderarzt zu gehen und den Bauchnabel anschauen zu lassen. Eine sehr gute Entscheidung im Nachhinein, denn dieser hat es sich angeschaut und meinte nur, dass es "wildes Fleisch" ist, was nicht so schlimm ist. Also ein Nabelgranulom, was auch sogleich mit einem Silbernitratstift behandelt wurde.
Ich sag euch, ich hab mich wirklich erschrocken, als ich dann am Abend den Bauchnabel gesehen habe. Auf den ersten Blick sieht es aus, als ob sich ein schwarzer Schimmelfleck auf dem Bauch gebildet hätte. Ramona hat mich dann aber gleich beruhigt, dass es schlimmer aussieht als es ist und der Kleinen auch wirklich nicht weh tut. Mit dem Silbernitratstift wird die Haut verätzt und fällt dann ab, was es auch schon teilweise gestern passiert ist. Nun ist der Bauchnabel noch etwas rot (wie nach einer Verbrennung), aber das Fleischknubbel, was da gewachsen ist, ist weg. Die Eltern sind beruhigt und Papa kann den Bauchnabel beim Wickeln auch wieder anschauen, ohne zu erschrecken.
Was ist ein Nabelgranulom? Im Volksmund wird ein Nabelgranulom auch „wildes Fleisch“ genannt. Granulome bilden sich, wenn der Nabel entzündet ist. Dann kann es zu den knotenartigen Gewebeneubildungen kommen. Hebammen behandeln oft sehr erfolgreich diese Gewebewucherungen mit homöopathischen Mitteln. Sollte die Wucherung trotzdem nicht abheilen, kann der Arzt das Gewebe auch mit einem Silbernitratstift verätzen.
Friday, March 13. 2009
 Was riecht denn da so schön? Das scheint sich Isabel auch seit gestern zu fragen. Bisher hat Sie ja am Abend immer schön getrunken und fleißig geclustert, dass sie dann nachts schön geschlafen hat. Nun gestern war davon nichts mehr zu merken. Alle zwei Stunden wollte sie gestillt werden nachdem Sie schon fast fünf Stunden lang immer wieder bisschen was getrunken hat, kurz eingeschlafen ist und nach dem Aufwachen gleich wieder rumgemosert hat. Schreiend ist noch kein Kind eingeschlafen und so war gestern wirklich eine anstrengende Nacht. Aber was ist denn der Grund, warum sich unsere Kleine nicht recht beruhigen lässt?Zwei Ideen haben wir bis jetzt, die in den nächsten Tagen genauer "erforscht" werden. Einmal kann es vorkommen, dass Babys mehr Milchbedarf haben, wenn sie einen Schub haben. Das kann ein Entwicklungsschub sein wenn die Neugeborenen wachsen oder eben einen geistigen Schub machen, was dann nicht so sichtbar ist. Nun Isabel hat nun schon 300 Gramm zugelegt gegenüber dem Geburtsgewicht und ist schon zwei Zentimeter gewachsen, wie wir heute beim Herzultraschall erfahren haben. Nebenbei gesagt, war Isabel ganz lieb beim Onkel Doktor und hat nicht geschrien als sie mit Elektroden verkabelt wurde. Auch der Herz-Ultraschall war kein großer Akt. Echt lieb und knuffig sowas zu sehen. Aber zurück zum Thema. Es kann also sein, dass sie eben noch ein wenig wächst und deswegen derzeit mehr Milch braucht. Die andere Idee ist eines der Sinnesorgane. Der Geruchssinn! Wie schon geschrieben, trinkt Isabel ein wenig bei Mama und dann ist wieder Unruhe. Man hat das Gefühl sie weiß nicht so recht ob sie trinken soll, ob sie schlafen soll oder ob sie vielleicht doch gerade einen kleinen Furz rauszupressen versucht. Nachdem Ramona dann gestern nach zwei Stunden schon wirklich mit den Nerven am Ende war, weil wir dann keine Idee mehr hatten, was die Kleine wohl hat habe ich sie genommen und dann war auch bald Ruhe. Hier haben wir schon ein paar mal gelesen, dass der Nachwuchs durchaus die Muttermilch riecht und deshalb immer wieder zum Trinken animiert wird bzw. das Hungergefühl angeregt wird.Wie habe ich so schön bei " Das Neugeborene in der Hebammenpraxis" gelesen:
"Kaum ist das Kind auf der Welt, erlebt es eine Vielzahl völlig neuartiger Gefühle. Eines davon ist Hunger! Leboyer (3) hat sehr einfühlsam beschrieben, wie es wohl sein mag, wenn der Hunger im Kind erwacht. Vielleicht ist es tatsächlich so, dass der Hunger dem Baby wie ein Ungeheuer erscheint, welches aus der Tiefe seines Körpers auftaucht. Vielleicht kann es aber auch gar nicht recht entscheiden, ob es von außen oder von innen kommt. Auf jeden Fall ist diese Gefühl neu, es ist intensiv, es scheint sein Leben zu bedrohen. [...] Da das Hungergefühl so unerwartet ist und das Kind bislang noch keinerlei Bewältigungsstrategien entwickelt hat, erklärt es sich, warum ein Baby so bitterlich schreit, wenn es Hunger hat. Es hat noch kein Vertrauen darauf entwickelt, dass dieser Hunger auch gestillt wird, und ihm stehen im Moment auch keinerlei Möglichkeiten zur Verfügung, diese "Ungeheuer" zu beruhigen. Sein jämmerliches Geschrei deutet also einerseits auf das Gefühl existenzieller Bedrohung hin, ist auf der anderen Seite aber ein unmissverständliches Signal für die Umwelt, dass zum sofortigen Handeln auffordert."
Heute Nachmittag war es wieder so. Ramona hatte keine Chance die kleine zum Schlafen zu bewegen so hab ich es in das Tragetuch gepackt und nach einer Minute war Ruhe und wenige Minuten später hat unser Sonnenschein geschlafen. Natürlich fragt sich Ramona nun zu Recht, wie es dann ab nächster Woche werden soll, wenn ich wieder arbeiten gehe. Aber ich kann sie nur beruhigen, dass wir das Kind schon schaukeln werden und auch für diese Trotzphasen eine Lösung finden werden. Wie hat Patrick, ein Kollege von mir, mal gemeint? Es würde wirklich viel helfen wenn die Kleinen einfach mal sagen würden was das Problem gerade ist...
Sunday, March 8. 2009
Ja Isabel erlebt jeden Tag was Neues und viel schönes, das kann man nicht abstreiten. Am Mittwoch wurde das erste mal gebadet. Natürlich darf man die kleinen Neugeborenen erst baden, wenn die Nabelschnur abgefallen ist. Am Sonntagnachmittag beim Wickeln war er auf einmal ab der Rest der Nabelschnur also genau nach einer Woche. Auch Ulrike unsere Hebamme hat es sich dann Montag noch mal angeschaut und nichts sehen können, was komisch aussieht. Der Nabel kann auch nach dem Abfallen immer noch etwas schmieren. Die austretende Flüssigkeit ist Wundsekret, das manchmal sogar blutig sein kann. Verständlich, dass man sich da Sorgen machten, aber in den meisten Fällen ist das harmlos, wie bei uns. Und wie pflege ich den verheilten Nabel? Der Nabel ist und bleibt eine sensible Stelle, auf die man auch später in der Pflege ein Auge haben sollte. Beim baden löst sich meist noch etwas von dem Schorf, so dass der Nabel dann schön sauber ist. Aber nach dem Baden muss man darauf achten, dass der Nabel möglichst trocken ist, damit sich dort keine Keime ansiedeln können. Unsere Hebamme hatte uns aber noch gewarnt, dass die Babys durchaus einen Nabelbruch erleiden können, wenn diese viel schreien und sich anstrengen. Aber auch ein Nabelbruch bei den Kleinen ist nichts Schlimmes sondern verheilt von ganz allein, da im inneren noch nichts zusammengewachsen ist, was bei einem Erwachsenen einen operativen Eingriff notwendig macht.
So wurde es dann am Mittwoch Zeit um die Badewanne auszuprobieren. Aber erstmal wurde die kleine auf eine Baumwollwindel gelegt und von oben bis unten mit Olivenöl eingerieben. Am besten wickelt man die Kleinen dann in die Windel bzw. Stofftuch ein, damit diese nicht so glitschig sind einem aus der Hand rutschen können. Mit der Windel ging es dann ab in die zu 10 cm gefüllte Badewanne mit einer angenehmen Wassertemperatur von 39°C Grad. Angst vorm Wasser? Keine Spur bei Isabel. Die ganze Pflegebehandlung mit dem Öl und dem Wasser ist wohl so schön entspannend, dass sie nur rumschaut und genießt. Im Wasser dann noch schön das ganze Öl abspülen mit der Windel und wenn das Wasser dann 37°C Grad erreicht, wird es Zeit die Wanne zu verlassen. Ab mit unsere Isabel unter ihren geliebten Wärmestrahler und schön im Handtuch eingewickelt. Nur die Haare mussten nochmal einer Spezialbehandlung unterzogen werden, da wir es da wohl etwas zu gut gemeint hatten mit dem Olivenöl. Aber auch das alles kein Problem schnell noch das Öl ausgewaschen und die Haare gestylt. Frisch gebadet und trocken getupft war die Welt in Ordnung. Als Zeichen der Entspannung wurde dann natürlich auch gleich noch auf die Kommode gepieselt und weil es so schön war und der Papa auch noch keine Windel angelegt hatte, wurde auch gleich noch ein farblicher Akzent im Handtuch hinterlassen. Geschafft war die Kleine danach allemal und ist sofort eingeschlafen.
Aber nochmal zu den Windeln... wo wir auch gleich beim nächsten Thema wären. Wie ist denn das neue Hobby des Vaters? Ja richtig! Unsere Kleine wickeln. Vielleicht macht das nicht jeder gern aber anfangs, wenn eh noch nichts riecht, ist es einfach etwas Schönes, wobei man mit der Kleinen Zeit verbringen und sie beschäftigen kann. Unter dem Wärmestrahler kann man auch ruhig mal etwas nackt rumliegen ohne, dass es kalt wird. Übung habe ich auch langsam. Wärmestrahler an, Spieluhr aufgezogen und Windel bereit gelegt. Ab geht’s Strampler weg und Body hochgeschoben und schon kann die "Bombe" entschärft werden. Hier stellt sich dann auch immer die Frage, reicht das feuchte Pflegetuch oder soll ich doch lieber die Schüssel mit Wasser und Waschlappen holen. Nun das wird immer nach Bedarf entschieden. Wenn Isabel dann wohlig warm umgeben wieder angezogen wird ist nur noch die Spieluhr interessant. Ich kann dann noch bisse knuddeln und unser Sonnenschein wieder in die Decke wickeln. Fertig. 1 0 Minuten voller Beschäftigung und Fürsorge können ja so schön sein. Auch wenn Wickeln sicher nichts ist, was immer super schön und angenehm ist, so macht es mir doch Spaß und ich werde immer besser. Dass man mal angepupst wird oder die frische Windel gleich wieder ihren Zweck erfüllen muss gehört eben dazu. Moltontuch und Stofftücher kann man waschen also lass der Natur ihren Lauf meine Süße! Aber woher kommt denn der Inhalt der Windel? Wieder richtig von der Mama. Das Stillen klappt hervorragend auch wenn Ramona sich ab und an mal wünschen würde, es gebe eine Art Sperrschieber. Wenn die Kleine schreit, fängt sofort an die Milch zu laufen. Aber auch wenn Isabel mal etwas länger schläft, sind die Brüste gut gefüllt und es läuft. Naja zum Glück gibt es ja Stilleinlagen, die das Überschüssige gut auffangen. Anfangs hatten wir Textilstilleinlagen aus Seide und Wolle, die aber dem Druck nicht gewachsen sind und schnell ihren Dienst versagen. Während der Schwangerschaft sind diese aber sehr gut gewesen um die empfindlichen Warzen vor Kälte zu schützen. Jetzt nutzt Ramona die Stilleinlagen von NUK und sie ist begeistert. Das T-Shirt und der BH bleiben trocken nur die Stilleinlagen wiegen etwas mehr. Einziges Manko ist die Stilldemenz, wobei diese bei Ramona scheinbar nicht so ausgeprägt ist wie bei mir. Ein Beispiel meiner Stilldemenz? Beim Frühstück ist der Käse alle und ich stehe auf gehe in die Küche und frage nach den fünf Metern in der Küche stehend, was ich eigentlich machen wollte. Nunja wenn ich wieder arbeiten gehe, sollte es wieder besser werden. Ramona freut sich dagegen, dass es mit dem Stillen so gut funktioniert, denn jetzt kann sie auch mal ein wenig Süßes essen, ohne dass es gleich ansetzt. Übrigens entspricht der Mehrbedarf an Kalorien, den man eine stillende Frau hat, ausgerechnet genau einer Tafel Schokolade. Etwa 530 Kalorien - das kann kein Zufall sein - verbraucht sie am Tag durch das Stillen zusätzlich. Daraus macht der Frauenkörper ca. 780 ml Muttermilch. Nunja für die Milchmenge wird auch immer schön Caro Malzkaffee getrunken. Gerste fördert nämlich die Milchmenge und da ist ja bekanntlich in dem Kinderkaffe, der auch Muckefuck genannt wird. Das mit dem schlafen werde ich unseren Kleinen jetzt nachmachen, nachdem wir heute zwei Stunden spazieren waren und unser Sonnenschein schon wieder pennt. Natürlich erst nachdem Sie auch was trinken bekommen hat. Wie man lesen kann besteht unser Alltag derzeit aus Malzkaffe trinken -> Stillen -> Windel wechseln -> Schlafen -> Stillen -> ...
    
Tuesday, March 3. 2009
Wie vor ein paar Monaten berichtet wollen wir unser Kind auch in einem Tragetuch die Welt zeigen. Babys im Tragetuch oder einer Tragehilfe, eng an den Körper der Mutter oder des Vaters geschmiegt, sind inzwischen ein vertrautes Bild und wir werden unserer kleinen Isabel natürlich auch fleißig wickeln. Das Tragetuch ist gemeint, wobei die Windel zu wechseln zu meinem zweiten Hobby geworden ist. Aber das ist ein anderes Thema zu dem ich auch noch mal was schreiben werde. Das Tragetuch findet seit Jahren immer mehr Anhänger nur wirklich gut erklärt ist es nicht, wie es funktioniert. So kann falsches Tragen sowohl die Entwicklung von Rücken und Hüfte Ihres Kindes beeinträchtigt als auch der Rücken der Mutter / des Vaters stark in Mitleidenschaft ziehen. Richtiges Tragen ist immer auch rückenschonendes Tragen, und zwar rückenschonend für Mutter bzw. Vater und Kind. Beim richtigen Tragen nimmt das Kind die Anhock-Spreiz-Haltung ein, die Beinchen nach oben angewinkelt und breit gespreizt. So entwickelt sich die Hüfte optimal. Ein Baby kommt mit einem runden Rücken auf die Welt. Die Wirbelsäule befindet sich in der so genannten Totalkyphose (Krümmung). Sie hat ein ganzes Jahr Zeit, sich zu strecken. Die Streckung ist abgeschlossen, wenn das Kind frei stehen kann und beginnt zu laufen. Die Streckung verläuft in drei Phasen, zuerst streckt sich die Halswirbelsäule. Das merkt man daran, dass das Kind den Kopf aus der Bauchlage abheben kann, was unsere Isabel schon fleißig versucht). Die zweite Phase betrifft die Brustwirbelsäule und dauert etwa bis das Kind sitzen kann. Und die dritte Streckung betrifft die Lendenwirbelsäule. Dann hat die Wirbelsäule die endgültige gestreckte S-Form. Wenn man das weiß, kann man sich auch besser vorstellen, wie ein Kind richtig im Tragetuch eingewickelt werden muss. Wir haben unsere beiden Favoriten schon gefunden. Es ist die "X-Trage gewickelt" und "Känguru". Die Känguru Technik hat aber noch ein paar kleine Vorteile gegenüber der Wickelkreuztrage (X-Trage) wie man beim Stillclub lesen kann. Alle Tragetechniken sollte man sich nicht selber aneignen, da so die meisten Fehler gemacht werden. Ramona hat ihren Tragetuchkurs in der Wickelstube in München gemacht und die paar Euro (bei uns waren es 16 Euro) , die so ein Kurs für die ganze Familie kostet sind gut investiert in die Gesundheit des Babys. Eine paar Anleitungen zum Binden (Wickeln) des Tragetuchs kann man bei Wickelkinder.de finden und ein paar sehr schöne Anleitungen als Video bei stillen-und-tragen.de oder eben bei youtube. Aber das Tragetuch war natürlich nicht alles was wir gestern gemacht haben. So wurde es auch Zeit sich bei den Kinderkrippen vormerken zu lassen und einen Termin beim Kinderarzt zu holen für die U3. Dabei wurde mir mal wieder gezeigt in was für einer Servicewüste wir in Deutschland wohnen. Da nur ein paar hundert Meter entfernt von der Hebammenpraxis ein Kinderarzt ist, hatten wir uns gedacht, dass wir gleich zu diesem gehen. Also bin ich früh schnell bei Dr. Mameghanian und Dr. Richter vorbei um einen Termin auszumachen bzw. eine Überweisung für die Kleine zu holen, da wir noch einen Termin für ein abschließendes Herzultraschall haben. Nein nicht schlimmes nur Kontrolle, dass wirklich alles OK ist. So bin ich rein und mich hat es fast erschlagen. Ein Vater vor der Tür der nicht ganz akzentfrei permanent in sein Handy schreit und dabei einen Mundgeruch verströmt, dass man gleich ein Speibsackerl (Name der Kotztüte bei LaudaAir) haben will. Beide Warteräume (wobei der eine glaube ich gar keiner war) gerammelt voll und eine total überfordert und unfreundliche Sprechstundenhilfe. Als ich dann endlich dran war und mein Anliegen vorbrachte, wurde sofort gesagt, dass das Herzultraschall auch da gemacht werden kann und wir nicht in die Klinik müssen. Ich meinte dann, dass wir bereits den Termin im Schwabinger Krankenhaus haben und die U3 ja erst nach dem Termin ansteht. Wich auch immer ich habe dann nur einen Termin für die U3 bekommen, der fünf Tage vor dem eigentlich U3 Zeitraum liegt und eine Überweisung habe ich auch nicht bekommen, da ich es mir ja dann immer noch überlegen könnte. Natürlich war es Montag und da ist immer viel los, aber warum hat man in einer Gemeinschaftspraxis nur eine Sprechstundenhilfe, die absolut überfordert ist? Auch kann Sie gleich sagen, dass so ein Ultraschall richtig Geld bringt und deshalb der nicht woanders gemacht werden soll außer in der Kinderarztpraxis. Eine Freundin bestätigte dann auch diese Methode des Geld Verdienens. Eine Mutter die beruflich immer zwischen Berlin und München pendelt ist auch bei diesem Arzt und kam immer zu den regelmäßigen Untersuchen. Irgendwann kam auch von der Sprechstundenhilfe der Kommentar, sie solle doch bitte auch mal kommen wenn das Kind krank ist und nicht immer nur zu den Untersuchungen. Ich finde sowas einfach nur schlecht, ganz ganz schlecht und habe dann gleich noch nach einem anderen Kinderarzt gesucht. Wir haben jetzt dann einen Termin, der auch im zeitlichen Rahmen der U3 liegt bei dem Kinderarzt Dr. Duldner und auch die Überweisung haben wir sofort von den wirklich netten Sprechstundenhilfen bekommen. Wir sind jetzt schon von dem Kinderarzt begeistert und hoffen, dass wir zu der U3 nicht eines Besseren belehrt werden.

Saturday, February 28. 2009
 Vorweg erstmal ein großes Lob an meine geliebte Frau Ramona, sie war so tapfer und kann echt stolz auf sich sein. Wie
man ja schon lesen konnte, waren die Wehen schon ein paar Tage zu
spüren. Nachdem wir dann am Samstag einen Termin in der Klinik hatten,
sind wir gespannt hin gefahren. Wie zu erwarten, waren die Wehen aber
noch nicht so stark, dass sie uns gleich da behalten haben. Falls
unsere Kleine aber bis Montag keine Anstalten macht nun doch endlich
ihr Einzimmerapartment zu verlassen, sollte die Geburt am Montag früh
eingeleitet werden. Mit ein paar Tipps der Hebammen wurden wir dann
verabschiedet. Man solle doch ein Gläschen Wein trinken, ein bisschen
spazieren gehen, da die Bewegung die Wehen fördert. Nunja und eben
der obligatorische Tipp mit dem Sex, da im Sperma des Mannes
Prostaglandin ist, welches ein Hormon ist, das auf den Muttermund
stimulierend wirkt. Aber wenn die Hebamme schon mit den Fingern den
Kopf berühren kann, hat Mann dann doch etwas Angst etwas kaputt zu
machen.
Also
haben wir uns es daheim etwas gemütlich gemacht und sind dann nochmal
unsere „kleine Runde“ gegangen. Unterwegs waren dann schon immer mal
wieder Wehen zu spüren, die selbst den kurzen Spaziergang länger werden
ließen. Daheim gab es dann noch einen schönen heißen Tee und ich habe
mir ein Bad gegönnt. Kaum aus der Wanne raus und im Wohnzimmer platz
genommen, kam von Ramona um viertel vor fünf ein “Ahh.. was war das
denn? “ Ein merkwürdiges Ploppen wie bei einem Sektkorken hatte sie
gespürt und beim Aufstehen von der Couch lief das Fruchtwasser auch
schon. Ja, die Decke auf der Couch hatte ihren Zweck erfüllt. Nun war
erstmal langes „pieseln“ angesagt, während ich noch die restlichen
Dinge gepackt habe und noch ein paar Semmeln fertig gemacht habe.
Angezogen
und gut vorbereitet ging es ab in die Klinik, wo Ramona wieder an das
CTG angeschlossen wurde. Die Wehen waren nun schon alle drei Minuten zu
spüren und auf dem CTG zu sehen. Der Muttermund war schon drei
Zentimeter offen, als wir denn in den Kreissaal geführt wurden. Hier
war es dann etwas entspannter, da man seine Ruhe hatte und nicht immer
wieder Leute vorbei kommen. Ein wenig im Kreissaal rumlaufen mit etwas
Musik im Hintergrund war dann doch angenehmer als nur auf der Liege zu
liegen. Bei den Wehen konnte sie sich schön abstützen. Dann war
Hebammenwechsel und unsere Hebamme Iris hat sich dann vorgestellt und
wollte natürlich nochmal schauen, wie weit der Muttermund geöffnet ist.
Acht Zentimeter nun schon, was wirklich schnell ging.
Jetzt
war die Frage stehen, liegen oder hocken? Was ist denn das angenehmste
für Ramona, wenn eh schon alles schmerzhaft ist. Im stehen waren die
Schmerzen kaum auszuhalten und im Hocken bzw. sitzen war es einfach
unbequem. Also doch wieder liegen. Nun noch ein Schmerzmittel gespritzt
und es sollte erträglicher werden. Die Frage war nur ob es Ramona in
ein Delirium versetzen sollte oder wirklich die Schmerzen nimmt.
Jedenfalls war Ramona der Meinung, dass die Schmerzen der Wehen nicht
besser werden, sie sich dafür total schummrig fühlt und nach 20 Wehen
dachte, sie hat fünf Stunden unruhig geschlafen.
Langsam
wurden auch die Wehen anders, der Druck aufs Becken wurde stärker und
die starken Wehen im Rücken wurden schwächer. Die Presswehen setzten
also ein und Ramona schrie förmlich nach einer PDA. Die Hebamme fragte
natürlich nochmal ob sie es wirklich will, denn so eine PDA verlängert
den Geburtsakt schon um einiges, da die Frau nicht mehr alles spürt und
so weniger mithelfen kann. Ramona lies sich aber nicht davon abbringen
und so wurde noch ein Formular ausgehändigt, was ich dann soweit
ausgefüllt habe und dann kam auch schon der Anästhesist. Wirklich
begeistert war keiner jetzt kurz vor Schluss eine PDA zu legen. So ging
es los und Ramona sagte jedesmal Bescheid, wenn eine Wehe kam, damit
nicht noch was schief geht wenn im Rückenmark Spritzen gesetzt werden.
Nach
zwei Wehen und immer noch keiner PDA wollte Iris lieber nochmal
schauen, wie weit die Kleine sei. Siehe da die kleine war schon ein
ganzes Stück weiter und eine PDA würde kaum noch eine Linderung der
Schmerzen bringen. Wenn Ramona also keine PDA nimmt, meinte die Hebamme
würde es noch eine Stunde dauern und dann sei alles überstanden.
Also
auf die Seite gelegt, Bein angehoben und gepresst. Das Bein habe ich
fleißig gestützt habe, da ich ja eh immer das Gefühl hatte nichts
weiter tun zu können und nicht wirklich eine Hilfe zu sein bei der
Geburt. So war ich froh wenigsten mal etwas machen zu können. Also
weiter zum Endspurt. Immer schön pressen auch wenn es weh tut und ich
Ramona noch nie so schmerzverzerrt gesehen habe. Dann konnte die
Hebamme auch schon den Kopf sehen und es wurde gleich mal Blut
abgenommen, um zu sehen wie die Versorgung des Kindes ist. Grenzwertig
aber noch nicht kritisch so das Ergebnis.
Ramona
hatte sich mittlerweile die Lippe aufgebissen vom Pressen auch wenn sie
es gar nicht gemerkt hat und der Arzt drückte nun auch zusätzlich von
Oben mit, um die Geburt etwas zu beschleunigen. Und beim nächsten Blick
zur Hebamme konnte ich schon den Kopf sehen und sagte noch ganz
aufgeregt, dass die Kleine schon Haare hat. Was besseres viel mir
gerade nicht ein und wir hatten vorher schon ab und mal überlegt, ob
die Kleine schon Haare haben wird. Also Ramona noch ein paar Mal gut
zureden und dann meinte Iris und die Arzte, dass sie nicht mehr Pressen
soll sondern Hecheln. Und schon Griff Iris nach dem Kopf drehte ihn
noch ein wenig und dann ging es so schnell, dass ich es gar nicht
richtig mitbekommen habe und unsere Kleine war da. Eins.. zwei.. drei
und der erste kleine krächzende Schrei erfüllte den Raum. Dann wurde
die Kleine auf Ramonas Brust und Bauch gelegt und wir waren einfach nur
noch Glücklich. Ja ich gebe zu ich hab geweint als wir uns in die Augen
geschaut haben und ich werden diesen Blick nicht vergessen. Eine Blick
mit ganz viel Freude und Erleichterung. Bei dem Gedanken daran merke
ich auch gleich wieder wie meine Tränendrüsen was von sich geben
wollen. Ach ja, eins hab ich noch vergessen: Ich habe natürlich voller
Stolz die Nabelschnur durchgeschnitten.
Während
ich dann die Kleine nach dem Wiegen und ersten abtrocknen und verpacken
gehalten habe, war Ramona mit der Nachgeburt beschäftigt, was aber
alles nur noch Nebensächlich war.
Unser
Sonntagskind hat nach 6 Stunden Geburt um 0:08 Uhr am 22.02.2009 das
Licht der Welt erblickt. Die Kleine ist kerngesund es ist alles dran
und da wo es hingehört und wir sind Glücklich zu dritt.
Alle
Schmerzen sind vergessen und für die Unterstützung in der Klinik danken
wir dem Klinikum Rechts der Isar, besonders der Hebamme Iris Müller,
der Ärztin Frau Dr. Krol und dem Assistenzarzt Herr Dr. Haman. Aber
auch unseren Familien, Geschwistern, Bekannten und Verwanden sowie
Freunden danken wir für die lieben Worte und Unterstützung in den
letzten neun Monaten. Wir sind froh, dass es euch gibt! DANKE!
  
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