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Entries tagged as erste Lebenswochen
Sunday, March 22. 2009
Am Freitag war es Zeit für die U3. Die erste Untersuchung beim Kinderarzt und nicht mehr in der Klinik. Eigentlich nicht großartiges da sich die Untersuchungen in Grenzen halten. Es wird nochmal die Hüfte untersucht, die Haut wird kontrolliert und unsere Kleine sollte auf Geräusche reagieren. Größe und Kopfumfang gemessen und dann noch das Gewicht und fertig. Bei dem Arzt haben wir die richtige Wahl getroffen. Herr Dr. Duldner erklärt den Eltern alles in Ruhe und macht auch Anschaulich warum wie was sein sollte oder eben nicht. Unsere kleine Isabel musste sich natürlich auch von der besten Seite zeigen. Die Zeit als wir uns mit dem Kinderarzt unterhalten haben hatte ich Isabel schlafend auf dem Arm und merkte schon, dass die Windel immer voller wird. Und als es dann an der Zeit war zu Wiegen, sah man schon das Ergebnis der ganzen Anstrengung an der Seite der Windel. Ein schöner Fleck, der erahnen ließ, was wohl drin ist. Nachdem wir ja 10 Minuten bevor wir zum Kinderarzt sind nochmal gewickelt haben, hatten wir natürlich auch keinen Ersatz dabei. Aber der Kinderarzt ist ja ausgerüstet, so dass dies kein Problem war. Aber bevor wir die Kleine wieder neu einkleiden sollte noch der Hüftultraschall gemacht werden. OK festhalten ist gemein und da darf man auch schon mal schreien. Naja und wenn man sich dabei ganz viel Mühe gibt, dann färbt man auch gleich nochmal die Auflage der Arztliege in ein schönes Gelbbraun. Auffällig ist bei Isabel nur der Hautauschlag, der aber ganz normal ist. So werden Hormone mit der Muttermilch übertragen, auf die die Babys mit Ausschlag reagieren. Bei baby-zeit.de kann man folgendes lesen:
"Ausschlag beim Baby Bei Babys kann es vor allem in den ersten paar Monaten, in denen sie auf der Welt sind, zu Hautausschlägen im Gesicht, aber auch am Körper kommen. Pickel, Rötungen und Flecken machen sich auf der rosigen und weichen Haut des Babys breit und die Eltern sind meist ratlos. Aber so rosig wie die Baby Haut auch ist, so empfindlich ist sie auch. Die Haut reagiert schnell gereizt und häufig sind diese Hautveränderungen harmlos und verschwinden schnell wieder. Gerade in den ersten Tagen nach der Geburt, können die Schweiß- und Talgdrüsen der Haut des Babys verstopft sein, was kleine weiße Pickelchen hervorruft. Meist ist beim Baby der Ausschlag im Gesicht. Man nennt diese kleinen Pickelchen Milien und Sie verschwinden nach einigen Tagen ganz von alleine. Allerdings sollte man vermeiden, daran herumzudrücken, weil dies Entzündungen hervorrufen kann. Trotzdem sollten Sie, wenn Ihr Baby einen Ausschlag hat, immer einen Kinderarzt aufsuchen, im Falle, dass es doch etwas Ernsteres ist, was man behandeln sollte. So, wie man es eigentlich nur von Teenagern kennt, kann auch ein Baby so etwas wie Akne bekommen. Man nennt dies die Neugeborenenakne. Dieser Baby Hautausschlag geht normalerweise ebenfalls von alleine wieder weg und beruht vermutlich auf Hormonen aus der Schwangerschaft. Solange die Pickel nicht eitern, braucht man dafür keine zusätzliche Behandlung. Sie sollten darauf achten, dass der Säugling immer kurze Fingernägel hat, damit er sich die Pickel nicht aufkratzt und es zu Entzündungen kommt."
Der Bauchnabel sieht auch sehr gut aus wie Herr Duldner meinte und dass dieser jetzt noch rausschaut ist normal. Erst wenn die Babys anfangen zu sitzen, wird der Bauchnabel nach innen gedrückt und bildet so das dann übliche Loch im Bauch. Ansonsten ging es noch ein wenig ums Stillen. So werden wir es jetzt auch mal probieren, ein wenig Anfangsmilch mit der abgepumpten Milch zu mischen und Abends zu füttern. Der Nutzen besteht darin, dass die Kleinen etwas länger schlafen können und so auch die Mama mal die Chance hat nicht nur vier Stunden sondern sechs oder sieben Stunden zu schlafen. Wir werden es testen sobald das Milchdepot im Tiefkühlfach groß genug ist, was aber nicht lange dauern kann.
Wir haben also gleich erstmal ein bleibenden Eindruck bei dem Kinderarzt hinterlassen und die Untersuchung hat gezeigt, dass Isabel nichts fehlt. Eine Stunde Gespräch und Untersuchung waren viel mehr als wir erwartet haben und nun sind wir wirklich froh nicht den ersten Arzt aufgesucht zu haben.
Saturday, March 21. 2009
Wieder mal eine Frage, die uns abends im Bett eingefallen ist. Warum sagt man bei den Kindern eigentlich "Bäuerchen machen" und woher kommt dieser Ausdruck?Gefunden habe ich die Lösung bei gobiswelt.de
"Im Mittelalter war es noch Gang und gabe, in aller Öffentlichkeit zu schmatzen, rülpsen oder auch einmal einen fahren zu lassen. Der Kirchenreformator Martin Luther (1483-1546) soll in diesem Zusammenhang sogar gesagt haben: "Warum rülpset und furzet ihr nicht? Hat es euch nicht geschmecket?"
Doch irgendwann wurde es schick, sich vornehmer zu verhalten. Die bürgerlichen Schichten in den Städten begannen im 19. Jahrhundert immer mehr Verhaltensweisen von den Adeligen abzuschauen – nicht zuletzt, um sich von den ungehobelten, ungeschliffenen Bauern abzugrenzen.
Körpergeräusche wurden zum Tabu – nur nicht für Kleinkinder. Man wusste auch damals, dass für Babys das Aufstoßen unerlässlich und wichtig für die Verdauung ist. Zudem klappt bei Säuglingen das Zusammenspiel von Luft- und Speiseröhre noch nicht fehlerfrei, so dass regelmäßiges Aufstoßen unvermeidbar ist. Um es weniger ekelhaft erscheinen zu lassen, nannte man die Rülpser der Babys von nun an also entschuldigend "Bäuerchen", also "kleiner Bauer". Denn nur Babys – und rüpelhaftes Bauernpack – dürfen ungestraft in der Öffentlichkeit rülpsen."
Nun sind wir etwas schlauer und können uns neue Fragen stellen...
Tuesday, March 17. 2009
Die letzten drei Wochen haben wir natürlich auch gleich alles an Anträgen und Formularen ausgefüllt was es so gab. So sind seit gestern Kindergeldantrag, Zuschuss zum Kindergeld (versuchen kann man es ja mal) und Elterngeldantrag verschickt.
In Deutschland haben nur Kinder ab drei Jahren einen rechtlichen Anspruch auf einen Kindergartenplatz. Dafür sind Kindergartenplätze relativ leicht zu bekommen, wenn man sich nicht auf eine bestimmte Kindertagesstätte festlegt. Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren sind hingegen Mangelware – zumindest in den alten Bundesländern und auch besonders hier in München. So stehen in ganz München noch nicht einmal 2300 städtische Krippenplätze zur Verfügung. Aber was soll's, da muss man durch und so sind auch wir in diversen Kinderkrippen sind wir vorstellig geworden und haben wirklich viele Krippen gesehen.
Das beste aber war die Bearbeitungsgeschwindigkeit der städtischen Kinderkrippen. Wenn man sich in München bei einer städtischen Kinderkrippe auf die Vormerkliste setzen lässt, kann man sich noch weitere 6 Kinderkrippen aussuchen, bei den man auch gleich automagisch auf die Warteliste gesetzt wird. Unsere Anmeldung war natürlich erst für März nächsten Jahres, umso erstaunter waren wir, dass wir bereits 10 Tage nach Antragstellung die Ablehnung von allen Kinderkrippen hatten. Bei der Anmeldung haben wir auch gleich Vordrucke bekommen, um bei einer Ablehnung am Ende diesen Jahres (nachdem die Plätze dann vergeben wurden) auf der Warteliste zu bleiben. Einen Vordruck für dieses Jahr gab es aber komischerweise nicht, da es ja auch hieß wir sollen uns bitte im Januar noch einmal melden und fragen wie der Stand der Dinge ist. Steckt da vielleicht System dahinter? Sicher werden nicht alle auf die Ablehnung reagieren und so verkleinert sich die Warteliste auch automagisch. Wie auch immer, wir haben den Vordruck ausgefüllt und stehen nun so weiterhin auf der Warteliste. Zum Glück gibt es ja aber auch noch die Einrichtungen der freien Träger wie AWO, BRK und eben die privaten Kinderkrippen. Auch hier stehen wir auf den Wartelisten und können nun nur noch hoffen, dass wir Glück haben einen der begehrten Krippenplätze zu bekommen. Aber es geht ja nicht nur uns so sondern auch anderen Eltern wie man bei bloggerine.de und bei einer Münchnerin in Emilia's Blog lesen kann.
Eigentlich ist es ja so, dass ein Kind nur in Kinderkrippen in dem Wohnort auf die Warteliste gesetzt werden kann. Selbst wenn man an der Stadtgrenze wohnt und der nächste Kindergarten nur hundert Meter hinter dem Ortsschild ist, kann man sich nicht im nächsten Ort vormerken lassen. Aber eine liebe Kollegin hat mir nun auch noch den Tipp gegeben, dass an dem Gewerbegebiet, wo meine Firma sitzt, Krippenplätze gekoppelt sind. Auf gut deutsch, ich kann mit etwas Glück in Dornach ein Krippenplatz bekommen auch wenn unser Kind in München wohnt, da der Arbeitgeber in Dornach sitzt. Hier ist dann der Ort des Arbeitgebers ausschlaggebend und nicht der Wohnort des Kindes. Es gibt aber noch etwas, womit der Arbeitgeber der jungen Familie helfen kann wenn er denn so kinderfreundlich ist.
Übernimmt der Arbeitgeber die Kosten für den Kindergarten oder eine vergleichbare Einrichtung oder zahlt einen Zuschuss hierfür, ist das vollkommen steuer- und beitragsfrei. Nur die Fahrtkosten fallen nicht darunter. Ob es sich dabei um eine betriebliche oder außerbetriebliche Einrichtung handelt, spielt laut Einkommensteuergesetz keine Rolle. Als vergleichbare Einrichtungen gelten etwa Kindertagesstätten, Kinderkrippen und Ganztagspflegestellen. Aber auch Tages- und Wochenmütter lässt das Gesetz gelten.
Da bei uns in der Firma gerade der Babyboom ausgebrochen ist, werden die Eltern nun auch mal nachfragen und unsere Personalleiterin meinte zumindest, dass man sich mal kundig machen muss, wie der Arbeitgeber da was machen kann. Also drücken wir mal die Daumen.. Wie es am schönsten wäre kann man im Daimler-Blog lesen, aber man kann ja nicht alles haben und so sind wir glücklich eine Job zu haben.
Saturday, March 14. 2009
 So nachdem ich gestern Abend den Artikel geschrieben habe über die Theorien warum die kleine so nervös ist hat unsere Kleine einen Schlafmarathon hingelegt. Schon beim Schreiben des Artikels haben beide Damen auf der Couch genüsslich geschlafen. Der Wechsel von der Couch ins Beistellbett war diesmal auch kein Problem im Sinne, dass Isabel nicht aufgewacht ist. Eigentlich ist es schon ein kleines Ritual, dass wir ins Bett gehen die Kleine wird nochmal gewickelt (vom Papa) und gestillt (von der Mama) und dann wird geschlafen. Gestern dachten wir uns dann, dass wir die Kleine einfach schlafen lassen. Sie hatte ja von acht bis neun gestillt worden und so sollten wir einfach die zwei Stunden nutzen, bis sie wieder aufwacht. Nun aufgewacht ist Sie dann das erste mal um halb vier aber nicht um zu trinken. Nein der stolze Vater sollte doch bitte mal die Windel sauber machen damit unsere Madam schön weiter schlummern kann. Ramona hatte sich ja auch schon gefreut, denn nach sechseinhalb Stunden sind die Brüste dann schon ganz schön prall gefüllt. Aber Isabel wollte nicht. Wir konnten versuchen was wir wollten nachdem Sie bei mir auf der Wickelkommode eingeschlafen war, sie war nicht munter zu bekommen. Übrigens sollte Nachts auch kein Licht gemacht werden zum Wickeln bzw. nur abgedimmt, was wir mit einem Deckenfluter gelöst haben. Also wurde die Schlafende wieder in ihr Beistellbett gelegt und hat dann nochmal eine Stunde geschlafen bis halb fünf. Nach den mehr als 7 Stunden Schlaf war es dann Zeit für meine beiden Damen. Eine war froh das "Monster" Hunger zu bekämpfen und die andere war froh etwas von der Milch abgeben zu dürfen. Das gleiche Spiel heute früh um sieben nochmal und dann war wieder schlafen bis jetzt eben angesagt. Dass unser Sonnenschein die letzten Tage etwas quenglig war scheint nun sowohl an einem Schub gelegen zu haben als auch an dem Geruch der Milch. Sie hat halt mehr Milch gebraucht und hat sich womöglich durch den Mutter- bzw. Milchgeruch noch rein gesteigert. Also eine sehr schöne Nacht mit viel Schlaf für alle!
Friday, March 13. 2009
 Was riecht denn da so schön? Das scheint sich Isabel auch seit gestern zu fragen. Bisher hat Sie ja am Abend immer schön getrunken und fleißig geclustert, dass sie dann nachts schön geschlafen hat. Nun gestern war davon nichts mehr zu merken. Alle zwei Stunden wollte sie gestillt werden nachdem Sie schon fast fünf Stunden lang immer wieder bisschen was getrunken hat, kurz eingeschlafen ist und nach dem Aufwachen gleich wieder rumgemosert hat. Schreiend ist noch kein Kind eingeschlafen und so war gestern wirklich eine anstrengende Nacht. Aber was ist denn der Grund, warum sich unsere Kleine nicht recht beruhigen lässt?Zwei Ideen haben wir bis jetzt, die in den nächsten Tagen genauer "erforscht" werden. Einmal kann es vorkommen, dass Babys mehr Milchbedarf haben, wenn sie einen Schub haben. Das kann ein Entwicklungsschub sein wenn die Neugeborenen wachsen oder eben einen geistigen Schub machen, was dann nicht so sichtbar ist. Nun Isabel hat nun schon 300 Gramm zugelegt gegenüber dem Geburtsgewicht und ist schon zwei Zentimeter gewachsen, wie wir heute beim Herzultraschall erfahren haben. Nebenbei gesagt, war Isabel ganz lieb beim Onkel Doktor und hat nicht geschrien als sie mit Elektroden verkabelt wurde. Auch der Herz-Ultraschall war kein großer Akt. Echt lieb und knuffig sowas zu sehen. Aber zurück zum Thema. Es kann also sein, dass sie eben noch ein wenig wächst und deswegen derzeit mehr Milch braucht. Die andere Idee ist eines der Sinnesorgane. Der Geruchssinn! Wie schon geschrieben, trinkt Isabel ein wenig bei Mama und dann ist wieder Unruhe. Man hat das Gefühl sie weiß nicht so recht ob sie trinken soll, ob sie schlafen soll oder ob sie vielleicht doch gerade einen kleinen Furz rauszupressen versucht. Nachdem Ramona dann gestern nach zwei Stunden schon wirklich mit den Nerven am Ende war, weil wir dann keine Idee mehr hatten, was die Kleine wohl hat habe ich sie genommen und dann war auch bald Ruhe. Hier haben wir schon ein paar mal gelesen, dass der Nachwuchs durchaus die Muttermilch riecht und deshalb immer wieder zum Trinken animiert wird bzw. das Hungergefühl angeregt wird.Wie habe ich so schön bei " Das Neugeborene in der Hebammenpraxis" gelesen:
"Kaum ist das Kind auf der Welt, erlebt es eine Vielzahl völlig neuartiger Gefühle. Eines davon ist Hunger! Leboyer (3) hat sehr einfühlsam beschrieben, wie es wohl sein mag, wenn der Hunger im Kind erwacht. Vielleicht ist es tatsächlich so, dass der Hunger dem Baby wie ein Ungeheuer erscheint, welches aus der Tiefe seines Körpers auftaucht. Vielleicht kann es aber auch gar nicht recht entscheiden, ob es von außen oder von innen kommt. Auf jeden Fall ist diese Gefühl neu, es ist intensiv, es scheint sein Leben zu bedrohen. [...] Da das Hungergefühl so unerwartet ist und das Kind bislang noch keinerlei Bewältigungsstrategien entwickelt hat, erklärt es sich, warum ein Baby so bitterlich schreit, wenn es Hunger hat. Es hat noch kein Vertrauen darauf entwickelt, dass dieser Hunger auch gestillt wird, und ihm stehen im Moment auch keinerlei Möglichkeiten zur Verfügung, diese "Ungeheuer" zu beruhigen. Sein jämmerliches Geschrei deutet also einerseits auf das Gefühl existenzieller Bedrohung hin, ist auf der anderen Seite aber ein unmissverständliches Signal für die Umwelt, dass zum sofortigen Handeln auffordert."
Heute Nachmittag war es wieder so. Ramona hatte keine Chance die kleine zum Schlafen zu bewegen so hab ich es in das Tragetuch gepackt und nach einer Minute war Ruhe und wenige Minuten später hat unser Sonnenschein geschlafen. Natürlich fragt sich Ramona nun zu Recht, wie es dann ab nächster Woche werden soll, wenn ich wieder arbeiten gehe. Aber ich kann sie nur beruhigen, dass wir das Kind schon schaukeln werden und auch für diese Trotzphasen eine Lösung finden werden. Wie hat Patrick, ein Kollege von mir, mal gemeint? Es würde wirklich viel helfen wenn die Kleinen einfach mal sagen würden was das Problem gerade ist...
Tuesday, March 10. 2009
Seit einigen Tagen geht das nun schon so; tagsüber wird brav geschlafen oder die Welt mit den Augen erkundet, während am Abend dann Stillen im Akkord angesagt ist. Das richtige Wort ist hier Clusterfeeding.
"Clusterfeeding: typisches Trinkverhalten in den ersten Wochen; das Kind trinkt eine kurze Weile, hört auf, döst vielleicht sogar weg und beginnt erneut kurz zu trinken und so weiter. Dieses Clusterfeeding ist absolut normal für kleine Babys , und vor allem am späten Nachmittag und Abend kommt es verstärkt zu solchen Cluster-Phasen. Das Dauerstillen kann sehr anstrengend und auch nervend sein, aber es hat seinen Sinn. Rein wissenschaftlich gesehen ist es so, dass das Baby durch den Stillmarathon die Prolaktinausschüttung anregt und so dafür sorgt, dass die Milchbildung angeregt wird und genügend Milch für das Kind zur Verfügung steht."
Fast jede stillende Mutter bekommt in solchen Situationen einmal eine sogenannte Stillkrise. Aber was ist denn eine Stillkrise?
"Nach ca. 14 Tagen und nach etwa sechs Wochen macht ein Baby deutliche Entwicklungssprünge in seiner gesamten körperlichen und geistigen Reifung durch. In diesen Phasen braucht Ihr Baby deutlich mehr Milch. Es kann nun bis zu 12-mal und häufiger am Tag nach der Brust verlangen. Diese Phasen irritieren Mütter oft sehr und werden deshalb auch als Stillkrisen bezeichnet. Haben Sie keine Angst, dass Ihr Baby nicht genug Milch bekommt. Durch häufigeres Anlegen können Sie die Produktion der Milch steigern. Schon nach ein bis zwei Tagen hat sich Ihre Brust auf den Mehrbedarf eingestellt und Ihrem Baby reichen wieder weniger Mahlzeiten aus, um satt zu werden. Zufüttern wäre jetzt auf jeden Fall das Falsche, denn es könnte den Stillerfolg gefährden. Seien Sie aber sicher, mit der Zeit lernen Sie die Signale Ihres Kindes kennen und richtig zu deuten." Quelle NUK Aber so schlimm ist es bei uns nicht, dass wir hier von einer Stillkrise reden wollen, denn Ramona ist ganz entspannt und schläft ab und an eben auch mal selber mit ein, was wirklich verdienter Schlaf ist. Nicht, dass wir Nachts nicht schlafen würde, nein im Gegenteil. Eine Baby zu bespassen und zu erkennen, was es gerade will ist auch anstrengend. Isabel schläft wirklich gut nachdem clustern und dann sind 5 Stunden Schlaf am Stück nicht sehr ungewöhnlich. Wollen wir hoffen, dass unsere süße Tochter diesen Rhythmus beibehält. Das Trinkverhalten, das Schlafverhalten, das sonstige Verhalten.... alles ändert sich ständig. Gerade, wenn man meint, man hat den Dreh raus, kommt wieder was Neues. Flexibel bleiben und immer dran denken - das Gute und das weniger Gute.... alles geht vorbei. Auch das Clusterfeeding.
Sunday, March 8. 2009
Ja Isabel erlebt jeden Tag was Neues und viel schönes, das kann man nicht abstreiten. Am Mittwoch wurde das erste mal gebadet. Natürlich darf man die kleinen Neugeborenen erst baden, wenn die Nabelschnur abgefallen ist. Am Sonntagnachmittag beim Wickeln war er auf einmal ab der Rest der Nabelschnur also genau nach einer Woche. Auch Ulrike unsere Hebamme hat es sich dann Montag noch mal angeschaut und nichts sehen können, was komisch aussieht. Der Nabel kann auch nach dem Abfallen immer noch etwas schmieren. Die austretende Flüssigkeit ist Wundsekret, das manchmal sogar blutig sein kann. Verständlich, dass man sich da Sorgen machten, aber in den meisten Fällen ist das harmlos, wie bei uns. Und wie pflege ich den verheilten Nabel? Der Nabel ist und bleibt eine sensible Stelle, auf die man auch später in der Pflege ein Auge haben sollte. Beim baden löst sich meist noch etwas von dem Schorf, so dass der Nabel dann schön sauber ist. Aber nach dem Baden muss man darauf achten, dass der Nabel möglichst trocken ist, damit sich dort keine Keime ansiedeln können. Unsere Hebamme hatte uns aber noch gewarnt, dass die Babys durchaus einen Nabelbruch erleiden können, wenn diese viel schreien und sich anstrengen. Aber auch ein Nabelbruch bei den Kleinen ist nichts Schlimmes sondern verheilt von ganz allein, da im inneren noch nichts zusammengewachsen ist, was bei einem Erwachsenen einen operativen Eingriff notwendig macht.
So wurde es dann am Mittwoch Zeit um die Badewanne auszuprobieren. Aber erstmal wurde die kleine auf eine Baumwollwindel gelegt und von oben bis unten mit Olivenöl eingerieben. Am besten wickelt man die Kleinen dann in die Windel bzw. Stofftuch ein, damit diese nicht so glitschig sind einem aus der Hand rutschen können. Mit der Windel ging es dann ab in die zu 10 cm gefüllte Badewanne mit einer angenehmen Wassertemperatur von 39°C Grad. Angst vorm Wasser? Keine Spur bei Isabel. Die ganze Pflegebehandlung mit dem Öl und dem Wasser ist wohl so schön entspannend, dass sie nur rumschaut und genießt. Im Wasser dann noch schön das ganze Öl abspülen mit der Windel und wenn das Wasser dann 37°C Grad erreicht, wird es Zeit die Wanne zu verlassen. Ab mit unsere Isabel unter ihren geliebten Wärmestrahler und schön im Handtuch eingewickelt. Nur die Haare mussten nochmal einer Spezialbehandlung unterzogen werden, da wir es da wohl etwas zu gut gemeint hatten mit dem Olivenöl. Aber auch das alles kein Problem schnell noch das Öl ausgewaschen und die Haare gestylt. Frisch gebadet und trocken getupft war die Welt in Ordnung. Als Zeichen der Entspannung wurde dann natürlich auch gleich noch auf die Kommode gepieselt und weil es so schön war und der Papa auch noch keine Windel angelegt hatte, wurde auch gleich noch ein farblicher Akzent im Handtuch hinterlassen. Geschafft war die Kleine danach allemal und ist sofort eingeschlafen.
Aber nochmal zu den Windeln... wo wir auch gleich beim nächsten Thema wären. Wie ist denn das neue Hobby des Vaters? Ja richtig! Unsere Kleine wickeln. Vielleicht macht das nicht jeder gern aber anfangs, wenn eh noch nichts riecht, ist es einfach etwas Schönes, wobei man mit der Kleinen Zeit verbringen und sie beschäftigen kann. Unter dem Wärmestrahler kann man auch ruhig mal etwas nackt rumliegen ohne, dass es kalt wird. Übung habe ich auch langsam. Wärmestrahler an, Spieluhr aufgezogen und Windel bereit gelegt. Ab geht’s Strampler weg und Body hochgeschoben und schon kann die "Bombe" entschärft werden. Hier stellt sich dann auch immer die Frage, reicht das feuchte Pflegetuch oder soll ich doch lieber die Schüssel mit Wasser und Waschlappen holen. Nun das wird immer nach Bedarf entschieden. Wenn Isabel dann wohlig warm umgeben wieder angezogen wird ist nur noch die Spieluhr interessant. Ich kann dann noch bisse knuddeln und unser Sonnenschein wieder in die Decke wickeln. Fertig. 1 0 Minuten voller Beschäftigung und Fürsorge können ja so schön sein. Auch wenn Wickeln sicher nichts ist, was immer super schön und angenehm ist, so macht es mir doch Spaß und ich werde immer besser. Dass man mal angepupst wird oder die frische Windel gleich wieder ihren Zweck erfüllen muss gehört eben dazu. Moltontuch und Stofftücher kann man waschen also lass der Natur ihren Lauf meine Süße! Aber woher kommt denn der Inhalt der Windel? Wieder richtig von der Mama. Das Stillen klappt hervorragend auch wenn Ramona sich ab und an mal wünschen würde, es gebe eine Art Sperrschieber. Wenn die Kleine schreit, fängt sofort an die Milch zu laufen. Aber auch wenn Isabel mal etwas länger schläft, sind die Brüste gut gefüllt und es läuft. Naja zum Glück gibt es ja Stilleinlagen, die das Überschüssige gut auffangen. Anfangs hatten wir Textilstilleinlagen aus Seide und Wolle, die aber dem Druck nicht gewachsen sind und schnell ihren Dienst versagen. Während der Schwangerschaft sind diese aber sehr gut gewesen um die empfindlichen Warzen vor Kälte zu schützen. Jetzt nutzt Ramona die Stilleinlagen von NUK und sie ist begeistert. Das T-Shirt und der BH bleiben trocken nur die Stilleinlagen wiegen etwas mehr. Einziges Manko ist die Stilldemenz, wobei diese bei Ramona scheinbar nicht so ausgeprägt ist wie bei mir. Ein Beispiel meiner Stilldemenz? Beim Frühstück ist der Käse alle und ich stehe auf gehe in die Küche und frage nach den fünf Metern in der Küche stehend, was ich eigentlich machen wollte. Nunja wenn ich wieder arbeiten gehe, sollte es wieder besser werden. Ramona freut sich dagegen, dass es mit dem Stillen so gut funktioniert, denn jetzt kann sie auch mal ein wenig Süßes essen, ohne dass es gleich ansetzt. Übrigens entspricht der Mehrbedarf an Kalorien, den man eine stillende Frau hat, ausgerechnet genau einer Tafel Schokolade. Etwa 530 Kalorien - das kann kein Zufall sein - verbraucht sie am Tag durch das Stillen zusätzlich. Daraus macht der Frauenkörper ca. 780 ml Muttermilch. Nunja für die Milchmenge wird auch immer schön Caro Malzkaffee getrunken. Gerste fördert nämlich die Milchmenge und da ist ja bekanntlich in dem Kinderkaffe, der auch Muckefuck genannt wird. Das mit dem schlafen werde ich unseren Kleinen jetzt nachmachen, nachdem wir heute zwei Stunden spazieren waren und unser Sonnenschein schon wieder pennt. Natürlich erst nachdem Sie auch was trinken bekommen hat. Wie man lesen kann besteht unser Alltag derzeit aus Malzkaffe trinken -> Stillen -> Windel wechseln -> Schlafen -> Stillen -> ...
    
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