
So lieb wie unsere Isabel auch ist, so kommt es doch ab und an mal vor, dass sie l
authals schreit und sich
kaum beruhigen lässt. Gestern Abend als ich wieder mal den Babysitter gemacht habe wurde auch geschrien. Erst wird fleißig und sehr gut getrunken und danach noch bisschen gespielt. Dann ab ins Bett und schlafen, was aber nur 5 Minuten funktioniert hat.
Erst nur ein kleines aufmucken im Babybett und dann lautes Schreien. So ähnlich haben wir es jetzt schon drei Mal erlebt. Ein
rumtragen und Bauch massieren bringen fast nichts.
Blähungen scheinen es kaum zu sein, da sie ja auch mit den Beinen still hält.
Trotzdem ist das schreien so erbärmlich, dass man sich wirklich
kaum einen Rat weiß und irgendwie schon mitleidet, weil wir nicht wissen was sie hat und auch nicht wirklich Abhilfe schaffen können. Schreien ist nunmal die einzige Möglichkeit, seine Umwelt auf sich und seine Bedürfnisse aufmerksam zu machen. Jeder
Schrei ist ein Hilferuf, ganz gleich, ob ein Kind körperliche Beschwerden hat oder sich seelisch einfach unwohl fühlt.
Gestern war
nach 20 Minuten Ruhe und Isabel hat dann
schlagartig seelenruhig geschlafen. Bei den letzten
Schreiattacken hat es auch schon mal eine Stunde gedauert aber auch dann war schlagartig Ruhe und alles wieder schön. Dann wurde wieder gelacht und vor sich hingebrabbelt.
Also haben wir uns mal im Bekanntenkreis etwas schlau gemacht, ob es andere Babys auch hatten und was geholfen hat bzw.
wieso die Kleinen so schreien.
Sabine (die Omatanta) meinte es können die "
3 Monats Koliken" sein und Oma Heidi meinte wir sollen einmal darauf achten, wie das Wetter gerade ist, da B
abys auch wetterfühlig sein können.
"Etwa 30% aller Neugeborenen leidet in den ersten Wochen und Monaten an so genannten „3-Monats-Koliken“ und ihre Eltern mit ihnen. Diese Babys schreien häufiger und andauernder als andere Babys, manche zu bestimmten Tageszeiten, andere unmittelbar nach den Mahlzeiten, wieder andere völlig unregelmäßig. Sie lassen sich weder durch umhertragen, noch durch stillen oder füttern beruhigen. Die genaue Ursache der Koliken ist bis heute ungeklärt, mit Sicherheit gibt es auch keine allgemeine Erklärung, jedes Baby muss individuell betrachtet werden." (Quelle Rabeneltern.org)
Im Zusammenhang mit Blähungen, die ja oft als Ursache genannt werden, hört man sehr oft den Satz „
Du hast etwas Falsches gegessen“. Für Blähungen aber ist die Ernährung der Mutter
nur in wenigen Fällen verantwortlich. Blähungen entstehen durch Luft. Kein Labor könnte anhand der Muttermilch feststellen, von welcher Nahrungsmittelgruppe die Stillende gegessen hat. Interessant sind die unterschiedlichen Empfehlungen in jedem Land: In Teilen Afrikas z.B. wird jungen Müttern geraten Hülsenfrüchte zu essen, um „nahrhafte“ Milch zu bilden. In diesen Gebieten sind
Säuglingskoliken übrigens so gut wie unbekannt!
Sabine meinte noch, es kann auch ein einfach ein kleiner
Wachstumsschub sein. So wachsen ja auch die Organe und dabei kann es schon mal sein, dass es zu einer
kleinen Darmverschlingung kommt, die den kleinen Pups dann verhindert, der die Erleichterung schaffen würde.
Auffällig ist trotzdem bei uns, dass Isabel meist bei
Wetterumschwüngen diese Schreiattacken hat. Nicht immer wenn ein Gewitter anrückt schreit Sie aber wir haben es bisher nur an solchen Tagen erlebt. So war gestern das schlimme Gewitter und bei der vorletzten Schreiattacke wurde genau die Stunde geschrien, als sich die Gewitterwand aufbaute und die Temperatur in 15 Minuten gleich mal um 10 Grad gesunken ist.
Man findet leider nicht viel zu dem
Phänomen Wetterfühligkeit bei Babys, aber einige Eltern im Bekanntenkreis haben ähnliche Erfahrungen gemacht.
Interessant fand ich noch den Artikel zu
Beziehungsstress bei Schreikindern mit 3 Monats Koliken, was bei uns aber nicht der Fall ist.